Social Payment ist eine Form von Crowdfunding, man versteht darunter das freiwillige Spenden von kleinen Geldbeträgen an Betreiber von Blogs, Websites oder anderen Webinhalten. Es handelt sich bei den Spenden meist um Kleinstbeträge, die der Leser monatlich z.B. einem Blogger spendet, weil die Seite sehr interessant für ihn ist und er den Blogger gerne in seiner Arbeit unterstützen möchte.

Hierfür gibt es 2 bekannte Anbieter:

  • Flattr:

Den bekanntesten Social-Payment-Service bietet Flattr. Der Anbieter eines Blogs oder einer Website kann sich bei Flattr registrieren und dann einen Flattr-Button auf seinem Blog bzw. seiner Website integrieren. Es gibt sogar die Möglichkeit nicht nur einen Spenden-Button für die Komplette Website zu platzieren, sondern man kann einzelne Artikel eines Blogs oder Ähnliches mit einem Button versehen. Die Leser, die spenden möchten, definieren einen monatlichen Betrag, den sie für Spenden zur Verfügung geben möchten. Jeder Klick auf einen Flattr-Button wird nun gezählt. Am Ende des Monats wird der monatliche Betrag des Nutzers durch die Anzahl der Klicks geteilt und gleichmäßig (abzüglich der Gebühren von Flattr) an die jeweiligen Empfänger der Spenden verteilt. Zusätzlich ist es öffentlich Einsehbar, wieviele Spender der jeweilige Artikel/Anbieter erhalten hat, was ein bisschen an den Facebook-Like-Button erinnert und einen Überblick über die beliebtesten Artikel gibt. Die Nutzer selbst bleiben aber anonym.

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  • Kachingle:

Kachingle ist ebenfalls ein Anbieter eines Social-Payment-Services. Die Funktionsweiße ist fast identisch zu Flattr. Der Benutzer zahlt jeden Monat einen festen Betrag von 5 Dollar auf das Kachingle-Konto ein. Jeder Klick auf den Kachingle-Spendenknopf wird gezählt. Am Ende des Monats werden die 5 Dollar durch die Anzahl der Klicks geteilt und (abzüglich der Verwaltungskosten) gleichmäßig an die Medienanbieter verteilt. Auch hier ist es ersichtlich wieviele Personen einen Artikel oder anderen Webinhalt unterstützen. Gespendet wird allerdings nicht unter dem richtigen Namen, sondern mit dem Nickname des Users.

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Der „Soziale Gedanke“ spielt bei diesen Bezahlsystemen eine sehr große Rolle. Die Frage ist nur, gibt es wirklich so viele Nutzer, die die frei Verfügbaren Inhalte freiwillig bezahlen wollen? Auf der re:publica 2011 waren einige Paradebeispiele wie z.B. der Technikblogger Richard Gutjahr, der auf eigene Faust nach Kairo flog um von den Protesten gegen Mubarak zu berichten und die teuren Roaming-Gebühren mittels Flattr finanzierte. Oder Tim Pritlove, der mehrere bekannte Podcasts produziert und sein Budget durch Flattr aufbessert. Meiner Meinung nach, funktioniert es bei guten Inhalten auf jeden Fall, eine anschauliche Anzahl von Spendern zu finden. Allerdings würden die Spenden für eine Refinanzierung eines Projektes vermutlich nicht ausreichen. Gerüchten zufolge könnte der Social-Media-Riese Facebook auch bald einen Social Payment-Service anbieten. Doch hat dieses „freiwillige Spendensystem“ in unserer Gesellschaft überhaupt eine Chance? Wie ist Ihre Meinung hierzu?