– Impulsvortrag am 06. Oktober 2011 in der „Genoakademie“ Stuttgart-Hohenheim

Regelbrecher, verrückt & innovativ

„Wer findet sich innovativ, wer findet sich sexy?“ Mit diesen im ersten Moment provokativen Fragen begrüßte uns Herman Scherer im Rahmen seines Vortrages zum gleichnamigen Buch „Jenseits vom Mittelmaß“. Der renommierte Unternehmensberater, Hochschuldozent, Marketingexperte und Autor zahlreicher Bücher zeigte uns in seinem etwa 90 minütigen Vortrag (auszugsweise), was Mittelmaß für Unternehmen bedeutet und wie man durch Kreativität und Innovationsfreudigkeit den Konkurrenzkampf gewinnt.

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Nach dem Vortrag hat sich Herr Scherer spontan entschieden für unseren Blog drei Exemplare seines neuen Buches „Glückskinder“ bereitzustellen. Herzlichen Dank von unserer Seite an dieser Stelle!
Doch nun zum Inhalt des lebhaften und von Humor geprägten Vortrags:

In der heutigen Zeit reicht Qualität allein nicht aus, um im Verdrängungswettbewerb den Unternehmenserfolg zu sichern. Wer nicht auffällt, fällt weg! Die Entscheidung über Qualität findet im Kopf der Kunden statt, und so letztendlich die Wahl der Marke. Was aber, wenn die Qualität zweier vermeintlich gleicher Leistungen über das Maß der Erwartungen vom Kunden hinausgehen? Oder Produkte für den Kunden nicht unterscheidbar oder greifbar sind? Was nützt es gut zu sein, wenn niemand weiß, wie gut? Was nützt es besser zu sein, wenn andere sich besser verkaufen?
Mit der richtigen Positionierung, mutigen Entscheidungen, Differenziertheit und einem auch unkonventionellen Angebot lassen sich Aufmerksamkeit und Bekanntheitsgrad gewinnen, um sich – Jenseits vom Mittelmaß- von der Konkurrenz abzugrenzen, so Hermann Scherer.

“Mittelmaß gewinnt nie. Es hat nie gewonnen, und es wird nie gewinnen”

Elementar wichtig für Scherer ist, dass die richtige Kommunikationsart gewählt wird und dabei natürlich auch auf „networking“ zurückgegriffen wird. Der Wettkampf um die Kommunikation des Leistungsspektrum einer Marke sei längst ausgebrochen
Zum Thema Prozessen und Denkmuster sei Folgendes zu sagen: An wie vielen Prozessen wird nur festgehalten, weil wir so viel investiert haben und nicht weil sie gut sind? „Nur wer loslässt, hat zwei Hände frei.“ Um Freiheit zu erreichen, müsse man auch bereit sein, Sicherheit aufgeben. Des Weiteren gilt es, über unsere eigenen Ziele und Wünsche nachzudenken. Bringt mich das, was ich gerade tue wirklich an mein Ziel? Und mache ich das, was ich tue, richtig oder schwimme ich nur im Mittelmaß?!

Dass Hermann Scherer nicht nur predigt sondern die Dinge auch lebt, untermauerte er zum Beispiel mit einem Querdenker-Tag im Monat, an dem er alles in Frage stelle. Angefangen beim Aufstehen, übers Zähneputzen bis zur täglichen Route ins Geschäft, um alte Gewohnheiten zu überdenken. Oder auch, dass er zum oben beschriebenen Thema Sicherheit einfach kaum was an „Dingen“ besitze, um „frei zu sein“, wie er sagt und so beispielsweise seinen kürzlichen Umzug von München nach Zürich abzüglich Fahrtzeit in einer Stunde absolvierte.

Lassen Sie uns mal querdenken. Sagen Sie uns (über die Kommentar-Funktion unter diesem Beitrag) welche Trends bzw. großen Veränderungen in den nächsten Jahren auf die Volksbanken Raiffeisenbanken zukommen? Unter allen Kommentaren verlosen wir drei Exemplare seines neu erschienenen Buches “Glückskinder“. Viel Glück!