#1 Windowtainment – Das virtuelle Schaufenster

Veröffentlicht von Maik Jost / 31. Januar 2011 / / 4 Kommentare

Bei Windowtainment handelt es sich im Grunde genommen um eine Software, die auf einem 64 Zoll großen Touchscreen präsentiert wird. Dieses System eignet sich zum Beispiel für die Installation in einer Häuserfassade bzw. in einem Schaufenster.

Über den Touchscreen ist es möglich, sich Informationen  anzeigen oder Produkte präsentieren zu lassen. Zusätzliche Gimmicks wie Gewinnspiele oder Umfragen können ebenfalls implementiert werden. Gesteuert wird das Panel wie ein gewöhnlicher Touchscreen, basierend auf einem optischen System mit einem Gitter aus Infrarot-Lichtschranken über dem Display.

Dank einer Kamera, die unter dem Touchscreen angebracht ist, kann der Kunde z.B.  über einen QR Code (engl. Quick Response, „schnelle Antwort“) mit dem System interagieren. Präsentiert wurde dies auf dem Infoforum der GAD an Hand von zwei Beispielen: Hält man einen speziellen QR-Code vor die Kamera, wird entweder ein dreidimensionaler Grundschnitt des Innovationsforums angezeigt, oder eine Spielfigur im Rahmen eines Gewinnspiels gesteuert.

Der Schwerpunkt der Präsentation lag jedoch im Immobilienbereich. Wie man im Video unten sehen kann, werden Immobilien optisch brillant und präzise dargestellt. Deutlich besser noch als in gewöhnlichen Medien wie Exposee, Flyer, Banner, etc. Der Kunde kann durch das Immobilienangebot stöbern, eine mögliche Finanzierung kalkulieren oder Kontakt zu der Bank aufnehmen. Durch scannen eines QR-Codes kann außerdem ein Expose angefordert werden, das dann direkt auf dem Smartphone präsentiert wird.

Die Windowtainment-Technologie ermöglicht eine neue Art der Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunden. Sie bindet den Kunden interaktiv ein und bietet ihm eine einfache Möglichkeit, sich schnell gezielte Informationen über ein bestimmtes Objekt zu besorgen. Neben dem Reiz der schnellen Informationsbeschaffung, ist es auch eine innovative Möglichkeit, Objekte ständig aktualisiert und optisch ansprechend zu präsentieren. Außerdem ist auch davon auszugehen, dass viele Menschen aus Neugierde oder Spaß an der Anwendung mit dem System „herumspielen“ würden.

Seitens der Software sowie der Technik gibt es also wenige Gründe warum man sich vor dieser Neuerung verstecken bzw. darauf verzichten sollte. Die Technik imponiert, die Usability ist tadellos. Mit der fortschreitenden technologischen Entwicklung werden auch die Kosten weiter sinken und die Verbreitung solcher Systeme zunehmen. Wir sind ziemlich angetan von diesem System, aber was halten Sie davon? Spielerei oder/und sinnvoller Schritt?

Kommentare

4 Kommentare

  • 1. Februar 2011 bei 17:39

    Hallo,

    en schöner Artikel und eine spannende Entwicklung zudem. Ich habe letztens irgendwo auch schon was von einer Live Anwendung gelesen. Allerdings nicht bei einer Bank. Ansonsten natürlich willkommen im Blogger Club und ich freue mich auf einen regen Austausch und viele spannende Artikel. Nehme Euch natürlich auch in mein Blogroll auf.

    http://www.finance20.de
    Boris Janek aka @electrouncle

    • fsw
      fsw
      2. Februar 2011 bei 14:39

      Danke Boris, ich freue mich auch auf den Austausch. Lese deinen natürlich auch schon regelmäßig. VG aus dem Zug Richtung Kölle.

  • 11. Februar 2011 bei 15:47

    Vielen Dank für den spannenden Erfahrungsbericht. Das Produkt „WindowTainment für Immobilien“ wurde von der engram GmbH konzipiert und entwickelt, dazu habe ich noch ein paar Ergänzungen.

    Wichtig sind hier auch die vielfältigen Rückkanäle, die WindowTainment bietet z.B. der Kontakt per E-Mail direkt zum Immobilenberater. So können charmant neue Kundenkontakte generiert werden. Das Thema Interaktivität spielt ja bei den neuen touchfähigen Anwendungen eine große Rolle. WindowTainment ist auch als holografische Variante mit Touch (sehr innovative Darstellung) und als Indoor-Terminal realisierbar. Wichtig für die Nutzung und Einsatz im Bankenumfeld: die zentrale Steuerung und einfache Anbindung an Immobiliendatenbanken wie Lagler- oder FIO Systems. Das spart Zeit und Ressourcen, denn die Inhalte werden automatisch synchronisiert.

    Die Funktion der Kamera, die dort am Display integriert ist, ist für „Augmented Reality“ Anwendungen vorgesehen. Hier wird mit AR-Markern gearbeitet (nicht zu verwechseln mit QR-Codes!) die erkannt werden und so zusätzliche digitale Inhalte am Display sichtbar machen (hier: 3D Model des Forums).

    Diese Digitale Signage Lösungen sind richtig aufmerksamkeitsstark, sie können zusätzliche Kaufimpulse direkt am Schaufenster setzen. Keine langweiligen Print-Exposés mehr, sondern Interaktion ( und der Kunde agiert eigenständig).

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