Buch-Review: Web 2.0 in der Finanzbranche

Veröffentlicht von Thomas Hochfeld / 30. März 2011 / / 3 Kommentare

  „Die neue Macht des Kunden“. So lautet der Untertitel des Buches von Stefan Raake und Claudia Hilker. Dies lässt schon erahnen, welche Chancen aber auch welche Risiken auf ein Unternehmen zukommen können, wenn man sich ohne Vorbereitung auf das Abenteuer Web 2.0 stürzt.Und genau hier setzt das Buch an. Angefangen bei den Grundlagen zeigt es einfach und verständlich auf, welche Möglichkeiten sich für ein Unternehmen aus dem „neuen Web“ ergeben. Es richtet sich an Fach- und Führungskräfte und möchte diesen darstellen, was das Internet heute schon bietet und wie man dieses nutzen kann, vergisst dabei aber nicht, auch die Risiken klar zu erwähnen.

Alle Kapitel folgen demselben, gut strukturierten Schema. Zuerst wird das Medium erläutert und erklärt, danach werden konkrete Praxisbeispiele aufgezeigt und anhand ihrer Erfolge oder Misserfolge bewertet. Am Ende jedes Kapitels wird der Inhalt dann noch abschliessend zusammengefasst. Das Buch gliedert sich in sechs Kapitel

– Vom alten zum neuen Web
– Rich Media: Neuer Standard im Web
– Soziale Netzwerke: Zusammen ist man weniger allein
– Bewertungsportale: Neue Macht des Konsumenten
– Blogs, Chats und Foren
– Web 2.0 als strategische Herausforderung

Die Autoren führen der Finanzbranche vor Augen, wie sie ihre grundlegende Einstellung dem neuen Zeitalter des Web 2.0 anpassen muss. Sei es in der Kommunikation mit den Kunden oder aber auch in der Gestaltung ihrer Produkte (Stichwort: „communityfähig“). Das Internet ermöglicht den Kunden, auf Augenhöhe mit der Bank in Kontakt zu treten. Viele Unternehmen stehen dieser Entwicklung daher sehr skeptisch gegenüber und bewerten sie als Gefahr, da das Internet und vor allem die Meinungen darin für sie nicht zu kontrollieren sind. Hier werden Ansätze aufgezeigt, wie man durch eine offenere und kommunikativere Unternehmensführung dieser Gefahr entgegenwirken kann und sogar neue Wege zu seinen Kunden finden kann.

Es wird auch klar darauf hingewiesen, dass man Social Media nur ganz oder gar nicht betreiben, sich anfallender Kritik annehmen und diese nicht im Keim zu ersticken versuchen sollte. Dies wurde auch anhand eines anschaulichen Praxisbeispieles dargestellt, als Mitarbeiter eines Unternehmens sich als Kunden „tarnten“, um negativer Kritik entgegenzuwirken. Dabei wurde jedoch die „Macht der Kunden“ im neuen Web 2.0 unterschätzt. Die Einbeziehung der Kunden, die offene und ehrliche Kommunikation, die Transparenz des Unternehmens, all das wird für den Unternehmenserfolg in Zukunft mit verantwortlich sein.

Das Buch liefert dazu ein paar Ansätze, die zwar nicht neu sind, aber für ein Unternehmen, das sich mit dem Thema bisher noch nicht beschäftigt hat, doch aktueller denn je sind.

Kommentare

3 Kommentare

  • 31. März 2011 bei 17:50

    Vielen Dank für diese Buch-Review.

    Hätten Sie jetzt einen Affiliate-Link zu dem Buch eingebunden, wäre das gleich auf Ihr Konto gelaufen! 😉

    Viele Grüße aus Hamburg
    Christian Ohning

    • fsw
      fsw
      31. März 2011 bei 18:01

      Hm, das ist eigentlich gar keine schlechte Idee. Das Geld könnte man dann z.B. für einen guten Zweck spenden.
      Danke für die Anregung!

      Viele Grüße
      Franz Welter

  • Thomas Hochfeld
    31. März 2011 bei 18:15

    Schließe mich Franz Welter an, die Idee ist gut. Da hätten wir als „Innovationswerkstatt“ auch selber drauf kommen können.

    Herr Raake liest den Blog sicher auch, vielleicht hat er ja die ein oder andere Idee zur Umsetzung 😉

    Viele Grüße
    Thomas Hochfeld

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