Touch-Technologien im Überblick

Veröffentlicht von Michael Merkel / 6. April 2011 / , / 0 Kommentare

Touch-Technologien – Denken Sie doch einmal darüber nach, wo uns diese Technik im Alltag schon überall begegnet. Ob man in die Küche geht und den Herd mit einem einfachen Berühren des Cerankochfeldes aktiviert, ob man das Radio im Wohnzimmer über ein leichtes Antippen der Gehäusefront einschaltet oder ob man am Autoradio die Frequenz mittels einer leichten Berührung des Displays wechselt. Selbst bei den kürzlich vergangenen Landtagswahlen wurde das Wahlergebnis mithilfe von berührungsempfindlichen Bildschirmen präsentiert. Touchscreens sind heute im Alltag schon fast nicht mehr wegzudenken. Auch die Handys mit einer herkömmlichen Tastatur werden mehr und mehr von den Smartphones mit großen Touchscreens abgelöst, die in der Zwischenzeit schon bald eine höhere Auflösung haben, als ein herkömmlicher LCD-Bildschirm vor wenigen Jahren. Es ist also vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis die Touchscreens auch aus dem Arbeitsalltag eines (Bank)beraters nicht mehr wegzudenken sind.

Doch welche Techniken gibt es denn überhaupt und sind diese denn schon marktreif? Hier eine Auflistung verschiedener Techniken, die ggf. auch im Bereich der Regionalbanken eine Rolle spielen könnten:

Microsoft Surface:

Microsoft Surface ist ein Tisch, dessen Tischplatte aus einer 30″ großen Plexiglasplatte besteht. Dieses Platte wird vom Inneren des Tisches mit einem Projektor angeleuchtet. Die Berührungserkennung erfolgt mithilfe von Reflexionen, die von mehreren Kameras registriert werden. Der Vorteil dieser Technologie im Vergleich zu einem normalen Touchscreen besteht darin, dass man unbegrenzt viele Finger oder andere Gegenstände erkennen kann.

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Microsoft Surface 2:

Die 2. Version des bekannten Touchscreen-Tisches Surface 2 ist um einiges besser als sein Vorgänger. Das riesige Gehäuse des Surface 1 mit integriertem Projektor und Infrarotkameras schrumpfte auf ein 10 Zentimeter dünnes LCD-Touchdisplay mit FULL-HD Auflösung. Das Display selbst ist aus Gorillaglas, ähnlich dem iPad. Es werden, wie auch bei der ersten Version, Objekte, die auf den Tisch gelegt wurden, erkannt.

Hier wäre der Einsatz in der Beratung denkbar. Die Royal Bank of Canada setzt Surface 2 bereits in Beratungen ein.

Weitere Informationen:

–> http://www.microsoft.com/surface/

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xdesk der Firma impressx GmbH:

Eine Alternative zum Microsoft Surface könnte der so genannte xdesk der impressx GmbH darstellen. Das in den Tisch eingelassene Display hat eine Größe von 52″ und eine Auflösung von 1280 x 800. Im Gehäuse des Tisches werkelt ein 2,4 Ghz Intel Core 2 Duo-Prozessor sowie eine ATI-Grafikkarte. Die Bedienung des Tisches erfolgt wie bei den anderen Geräte per Berührung. Das Herzstück des Tisches ist ein 3LCD-Beamer von EPSON. Die Technik zur Erkennung der Berührungen funktioniert ähnlich dem Surface-Tisch mit 2 Infrarot-Kameras. Multitouch-Gesten oder die Bedienung mehrerer Nutzer ist möglich. Die Software zur Bedienung des xdesk ist inklusive und bietet verschiedene Standard-Schnittstellen wie z.B. Adobe Flash.

Weitere Informationen:

–> http://www.impressx.com

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E-Plakat der Firma engram GmbH:

Eine Option zur Abschaffung von Papierplakaten bietet die Firma engram GmbH mit dem E-Plakat. Das Display bietet die Möglichkeit, laufende Präsentationen darzustellen, oder auch via Touchscreen mit dem Betrachter zu interagieren. Die Wanddisplays mit oder ohne Touchscreen gibt es bis zu einer Größe von 57″. Installieren kann man das elektronische Plakat entweder vertikal oder horizontal. Ein Hochleistungs-PC ist ebenfalls integriert, der mithilfe eines LAN-Anschlusses oder ISDN am Redaktionsplatz angeschlossen werden kann. Ein CMS (Content Management System) ermöglicht das einfache Befüllen des Displays mit Inhalten.

Weitere Informationen:

–> http://www.engram.de/retail-marketing/52b7beff361353d0/digital-signage.html

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WindowTainment der Firma engram GmbH:

Wer ein Schaufenster etwas aufwerten will, findet mit WindowTainment bei der engram GmbH das passende Produkt, das aus 2 Komponenten besteht: einer Glasscheibe, kombiniert mit einer Folie, die auf der Rückseite der Scheibe angebracht ist. Auf diese Folie wird dann mit Hilfe eines handelsüblichen Beamers das Bild projiziert. Durch kapazitive Erkennung kann dann das Display z.B. durch ein Schaufenster hindurch, mittels Berührung gesteuert werden. Als maximale Größe werden 67″ angegeben.

Weitere Infos:

–> http://www.engram.de/retail-marketing/52b7bf0f361353df/windowtainment.html

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Die Auswahl an Touch-Tischen und Displays ist mittlerweile sehr groß und die Anwendungsmöglichkeiten eines solchen Tisches sind nahezu unbegrenzt. Wie in einem früheren Blog-Beitrag bereits erwähnt, macht es durchaus Spaß, so ein Gerät zu bedienen. Man könnte es als Beratungshilfe nutzen, um interaktiv mit dem Kunden eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Mithilfe von WindowTainment könnte man das Schaufenster der Bank attraktiver gestalten und dem Kunden zum Beispiel die Möglichkeit geben, sich Immobilien anzuschauen, oder auch direkt einen Beratungstermin vereinbaren.

Mit dieser Technologie haben Unternehmen die Möglichkeit, ihren Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. Darum ist es aus meiner Sicht auf jeden Fall sinnvoll, sich diese Technologie etwas näher anzuschauen.

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