Brainstorming: Personal Finance Management im Online-Banking von Genossenschaftsbanken?

Veröffentlicht von Franz Sebastian Welter / 13. Mai 2011 / / 27 Kommentare

Vor kurzem hatten wir erneut einen Innovationsworkshop mit T-Systems MMS und haben insbesondere über die Möglichkeiten eines Personal Finance Management Tools im Online-Banking der Genossenschaftsbanken nachgedacht. Eigentlich liegt der Gedanke auf der Hand, denn die Genossenschaftsbanken bieten mit dem VR-Finanzplan und dem VR-Vorsorgestatus Beratungskonzepte an, die sich hervorragend mit einem Personal Finance Management Tool kombinieren lassen.

Der VR-Finanzplan ist ein Beratungsansatz, der alle finanziellen Aspekte des Kunden ganzheitlich beleuchtet. Die Ziele und Wünsche des Kunden werden aufgenommen und gemeinsam wird ein Finanzkonzept zur Erreichung dieser Ziele erstellt. Am Ende der Beratung bekommt der Kunde den VR-Finanzplan „ausgehändigt“. Was wäre, wenn dieser VR-Finanzplan auf Basis von Realtime-Daten im Online-Banking abgebildet würde? Der Kunde hätte jederzeit einen aktuellen Überblick über seine gesamte Vermögenssituation, seine finanziellen Ziele und deren Zielerreichungsgrad. Im besten Fall könnten die Ziele sogar angepasst bzw. neue Ziele ergänzt werden.

Der VR-Vorsorgestatus ist ein Service, der insbesondere die Altersvorsorge im Fokus hat. Auf Basis einer umfassenden Altersvorsorgeberatung werden sämtliche Verträge wie beispielsweise Renten-Versicherungen, Riester-Rente, gesetzliche Rente etc. erfasst. Der Kunde bekommt dann jährlich automatisch einen Brief, in der die Entwicklung seiner Altersvorsorge dokumentiert ist. Warum sollten diese Daten „nur“ einmal jährlich zur Verfügung gestellt werden und nicht auch auf Basis von Echtzeitdaten im Online-Banking?

Alleine die beiden oben dargestellten Ansätze würden dem Kunden einen Mehrwert bieten. Bringen wir das Ganze noch in Verbindung mit klassischen Personal Finance Management Funktionen à la mint.com oder kontoblick.de. Ergänzen wir das Ganze um folgende Funktionen:

Digitales Haushaltsbuch: Auswertungstool für seine Girokonto-Umsätze. Umsätze werden wie bei mint.com oder kontoblick.de automatisch kategorisiert und ansprechend über Grafiken und Diagramme visualisiert.

Budgetverwaltung: Der Nutzer kann Budgets für verschiedene Kategorien festlegen (z.B. für Lebensmittel, Kleidung etc.). Auf Basis seiner Umsätze bekommt der Nutzer angezeigt, wie viel von seinem Budget schon „verbraucht“ ist.

Finanzielle Ziele: Der Kunde kann Ziele definieren. Das können z.B. Sparziele sein oder der Abbau von Verbindlichkeiten. Auch hier wird die Erreichung dieser Ziele auf Basis von Echtzeitdaten übersichtlich visualisiert.

Virtueller Berater: Der Kunde wird auf Fälligkeiten aufmerksam gemacht oder z.B. darauf hingewiesen, wenn sich Versicherungstarife verändern.

Die Kombination aus der digitalen Abbildung des VR-Finanzplan und des VR-Vorsorgestatus in Verbindung mit klassischen Personal Finance Management Funktionen, könnte ein interessanter Ansatz für Genossenschaftsbanken sein. Im Gegensatz zu klasssichen Personal Finance Management Tools (wie z.B. mint.com) wird das digitale Haushaltsbuch in eine gesamtheitliche finanzielle Betrachtung eingebettet. Dies ermöglicht kontextabhängige Optimierungsempfehlungen für den Kunden (ein wesentliches Unterscheidungskriterium zu „herkömmlichen“ PFM-Tools). Was denken Sie, würde ein solches Personal Finance Management Tool das Online-Banking der Volksbanken Raiffeisenbanken sinnvoll ergänzen? Uns interessiert Ihre Meinung. Diskutieren Sie mit…

Kommentare

27 Kommentare

  • HR
    13. Mai 2011 bei 15:53

    Genau das ist es was auf dem Online-Konto-Markt fehlt. Zwar gibt es die Anbieter wie Kontoblick. Allerdings würde ich denen nie meine persönlichen Daten anvertrauen. Wenn man weiß was in Sachen Adressenhandel läuft, habe ich da größte Bedenken.

    Wird mir sowas aber von meiner Hausbank angeboten ist das für mich eine sehr interessante Geschichte. Die haben meine Daten sowieso schon. Und als ganz großen Vorteil sehe ich da die Bankaufsicht, die hier Banken stark kontrolliert. Einem Mißbrauch wird hier einfach stärker vorgebeugt.

    Vor allem wäre es für mich ein sehr Innovatives Produkt, dass derzeit keiner im Angebot hat. Für eine Kundengewinnung im umkämpften Giromarkt vielleicht ein gutes Plus.

    Für die Banken hat es eventuell auch den Vorteil weitere Informationen über die Anlagen und Kredite der Kunden zu erhalten.

    Für mich sowohl aus Kunden- als auch aus Bankensicht eine sehr interessante Sache. Ob eine Fiducia hier entsprechend schnell eine Software auf den Weg bringt bleibt für mich das größte Fragezeichen.

  • Der Rebländer
    13. Mai 2011 bei 16:39

    Wow, das wäre für mich ein echter Mehrwert.

    Ich habe vorher schon einige Jahre ein digitlales Haushaltsbuch mit Budgetverwaltung, Zielerreichung usw. geführt. Die eingesetzte Software war „Wiso Mein Geld“, leider gab es Probleme mit meinem neuen Betriebssystem. Mittlerweile habe ich mit Starmoney und Quicken versucht den Überblick zu halten – leider erfüllen die beiden Anwendungen meine Ansprüche nicht wirklich.

    Wenn mir meine Hausbank so eine übersichtliche und ansprechende Browserlösung bieten würde, wäre das für mich und ich denke für die meisten Kunden eine echte Hilfe den Überblick über die Ausgaben und über die ganzen Finanzen zu haben.

    Sehr gut gefällt mir auch der virtuelle Berater der mich auf Fälligkeiten und wichtige Änderungen zu meinen Finanzen hinweist – so etwas (zumindest in der Form) kann meines Wissens noch keine Software.

    Ich drücke die Daumen, dass Euch die Umsetzung der mehr als interessanten Idee gelingt. Wenn das optische Ergebnis dann so frisch und übersichtlich wie im Entwurf erscheint, wäre es genau das wonach ich momentan immer noch suche.

  • Alex Peter
    16. Mai 2011 bei 8:09

    Das ist ohne Zweifel ein echter Fortschritt, der über das was im Finanzstatus angezeigt wird deutlich hinausgeht. Ich bin sicher, dass die Rechenzentren so etwas in den nächsten 5-10 Jahren zur Verfügung stellen können.

    Schöne Grüße in den Süden
    AP

  • Die Idee ist sehr gut – ein echter Mehrwert für Kunde und Bank.

    Hoffentlich gelingt die Umsetzung!

    Es wäre wünschenswert, wenn das Konzept der BVR und die Rechenzentren in die Hand nehmen würden. Anders ist für mich eine kurzfristige Umsetzung für alle Volks- und Raiffeisenbanken kaum vorstellbar.

    Viele Grüße

    cahler

  • KK
    16. Mai 2011 bei 16:06

    Mit Sicherheit ein sehr spannendes Werkzeug. Ich kenne nun mittlerweile einige Online-Banking varianten auch über die Grenzen der Institutsgruppen hinweg.

    Was in der Vergangenheit oft zu kurz kam ist die Benutzerfreundlichkeit.

    Meinem Vorredner kann ich leider nicht ganz zustimmen. Das Ziel sollten nicht 5-10 Jahre sein. Meiner Meinung sollte der Zeithorizont enger gefasst werden und 1 bis 2 Jahre nicht überschreiten.

    Ich bin mir sicher, das auch bestehende Systeme ähnlich strukturierbar sind und entsprechende Ergebnisse liefern können. Die Daten sind bereits vorhanden – sie müssen eben nur anders darsgestellt werden.

  • 16. Mai 2011 bei 16:54

    Definitv eine sinnvolle Erweiterung des Bankings.

    @KK: Ich denke, dass Alex Peter dies ironisch meinte und dabei realistisch geblieben ist. Denn genau das wird das Problem sein. 1-2 Jahre – no Chance bei den derzeitigen Entwicklkungszyklen. Die Vorhabenplanungen für die nächsten 1-2 Jahre stehen sicherlich und dort ist dies mit Sicherheit nicht berücksichtigt.

    Die Idee ist Klasse und mit dem Finanzstatus war ja auch der erste Ansatz zu erkennen, bei dem man leider stehen geblieben ist.

  • 16. Mai 2011 bei 17:57

    Vorschlag: Wie wäre es denn, im Vorfeld solch einer flächendeckenden und groß angelegten Implementierung auch einmal die Kunden mit deren Ideen und Vorstellungen zu Wort kommen zu lassen? Vielleicht lassen sich ja noch kreative Features einbauen, auf die man dann nicht nochmals 1-5 Jahre warten muss. Stichwort: Technikpartizipation.

    @HR: Guter Kommentar!

    Gruß

    mco

  • Andreas
    16. Mai 2011 bei 21:43

    Auch ich halte dies für eine sehr interessante Art das Onlinbanking zu verbessern.
    Aber ich bin auch der Überzeugung, dass es den Volksbanken gleichzeitig gelingen muss über diese Tools die Notwendigkeit des VR-Finanzplans mit Unterstützung einer persönlichen Beratung vor Ort dem Kunden noch bewusster zu machen. Letzlich muss über diese Beratung die Kundenbindung intensiviert werden. Die Onlinebanking Tools können dabei nur unterstützen.

  • Günter Groß
    16. Mai 2011 bei 22:10

    Hört sich höchst interessant an. Würde ich dann weiterverfolgen, wenn der Kunde dies überhaupt als Mehrwert erkennt. Die Frage lautet für mich also zunächst: was erwarten die Kunden?

    Viele Grüße
    Günter Groß

  • fsw
    fsw
    16. Mai 2011 bei 22:34

    Hallo zusammen,

    herzlichen Dank für die bisherigen Kommentare. Sieht ja nach viel Zustimmung für einen solchen Ansatz aus. Die Anregungen, die Marco und Günther Groß gemacht haben, sind sicherlich wichtige Ansätze. Die Entwicklung eines „Online-Banking 2.0“ würde die Chancen bieten, Kunden in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Ich würde das absolut befürworten. Die Ideen der Kunden und potenzieller Nutzer sollten aufgesaugt werden 🙂

    Alternativ könnte man auch ein White-Label Produkt (z.B. http://www.meniga.de) nutzen. Vorteil: Kürzere Entwicklungszeiten. Das hätte natürlich auch seinen Reiz. Meniga hat in Island immerhin innerhalb kürzester Zeit 5 % der Haushalte erreicht (http://www.meniga.de/upload/de/Meniga_PFM_Brochure_GERMAN.pdf).

    Viele Grüße
    FSW

  • Alex Peter
    17. Mai 2011 bei 9:20

    @Levin
    Genau so ist es. 5-10 Jahre sind leicht ironisch gemeint und zugleich leicht verbittert. Die Entwicklungsgeschwindigkeit der Rechenzentren ist in diesem Bereich zu langsam. Und das ist dann auch der Grund weshalb ein Kundenbeteiligung unklug wäre. Was denkt ein Kunde von uns, wenn wir ihm sagen, dass er einen tollen Vorschlag gemacht hat und wir die Idee möglicherweise in 3 Jahren umsetzen können? Ich befürchte, dann bekommen wir erst recht ein Problem.

    Schöne Grüße
    AP

  • 17. Mai 2011 bei 10:33

    @Alex Peter
    Ein Anfang wäre vielleicht der Versuch, dem oder den Kunden nachvollziehbar zu vermitteln, warum hochtechnisierte Bank-Rechenzentralen so schnell oder langsam arbeiten wie sie arbeiten. Oder man könnte damit beginnen, Kunden generell die Existenz von Bank-Rechenzentralen und deren Arbeitsweise näher zu bringen und begreifbar zu machen. Ein Kunde verzeiht viel, wenn er versteht oder er kann, in manchen Fällen gemeinsam mit Anderen, Prozesse beschleunigen. Schließlich ist er König.

    Ich würde mich hier nicht unbedingt auf das Bild des technisch desinteressierten Kunden stützen und als Rechenzentrale einfach mal damit beginnen, so etwas wie Nähe zu Bankkunden und auch der interessierten Öffentlichkeit aufzubauen. Denn wie wir alle wissen (sollten): „Werte schaffen Werte“ (Zitat geklaut).

    Gruß

    mco

  • fsw
    fsw
    17. Mai 2011 bei 10:56

    Auf der Facebook-Seite der InnovationsWerkstatt haben wir übrigens eine kleine Umfrage zu dem Thema gestartet: http://www.facebook.com/VobaBuehl.InnovationsWerkstatt

    Viele Grüße
    Franz Welter

  • 17. Mai 2011 bei 14:41

    @Marco Connor: Grundsätzlich eine gute Idee. Warum sollten aber die Rechenzentralen Nähe zum Bankkunden aufbauen wollen?

    Die Kunden der Rechenzentralen sind WIR und selbst da verschwimmt für mich manchmal das Bild zwischen Dienstleister und eigentlichem Kunden. Dem eigentlichen Kunden ist es in der Regel egal, warum dieses oder jenes nicht funktioniert oder nicht umsetzbar ist. Dass die Banken mehr wollen und zum Teil recht innovativ sind, zeigt sich ja hier an dem Beispiel doch recht deutlich. Nur leider hat in der Vergangenheit auch ein bisschen die Einigkeit beim durchsetzen solcher Anforderungen gefehlt. Vielleicht ändert sich das jetzt.

    Grundsätzlich hängen wir am Ende der technischen „Nahrungskette“ und müssen nicht vorhandene Funktionalitäten gegenüber dem Kunden rechtfertigen. Gleichzeitig befinden wir uns aber ganz klar in einer Abhängigkeit zu unseren „Dienstleistern“.

    Ich denke das hier ist ein erster richtiger Schritt, der gegenüber unseren Dienstleistern publiziert werden sollte. Ich befürchte leider nur, dass wir beim darüber reden bleiben werden und die eigentliche Idee in den Tretmühlen des mittlerweile zu aufgeblähten Verbundes wieder versanden wird.

    In diesem Fall lasse ich mich aber gern eines besseren belehren.

  • HR
    17. Mai 2011 bei 16:39

    Leider muss ich meinem Vorredner da Recht geben. Als Bank sitzen wir am Ende der EDV-Entwicklungen, zwar können Anregungen an die Rechenzentren weitergeleitet werden. Allerdings werden diese wenn überhaupt, dann mit einer Verzögerung von fast 2 Jahren eingeführt. Bei auf dem Markt vorhandenen Softwareprogrammen wie z.B. agree ist das auch nicht sehr tragisch, da diese mittlerweile doch recht gut laufen und eine permanente Weiterentwicklung betrieben wird. Somit kommen alle 3-4 Monate ein paar Verbesserungen oder Neuerungen hinzu.

    Allerdings würde ich den Bereich PFM als Innovationsrennen bezeichnen. Der Bankenverbund, der das zuerst auf den Markt bringt, der hat sicherlich bei der Kundengewinnung und auch im Hinblick auf das Image einen großen Vorteil.

    Für mich stellt sich hier die Frage, warum man sich diese Leistung von Seiten der Fiducia oder GAD nicht einkauft. Es gibt doch Anbieter, die eine Software haben. Man muß das Rad ja nicht immer neu erfinden.

  • 17. Mai 2011 bei 19:45

    @HR
    Der Einkauf von schon bestehenden Lösungen „von der Stange“ wäre aus meiner Sicht schon deshalb schade, weil dadurch zahlreiche (vielleicht auch unkonventionelle) Ideen auf der Strecke blieben, die gerade aus Kundensicht innerhalb ihrer Regionen sinnvoll erscheinen. Man sollte auch nicht vergessen das nicht nur der persönliche, sondern gerade auch der regionale Bezug (Regional Finance Management?) wohl das stärkste Charakteristikum von Genossenschaftsbanken darstellt.

    Standard-Software mit Standard-Tools für den Durchschnittskunden von Morgen wäre aus meiner Sicht eine „verspielte“ Chance der zukünftigen Positionierung. In dieser Frage wäre ich in jedem Fall doch eher für ein gemeinsames Nachdenken und Planen von Kunden, Banken und Rechenzentralen – auch wenn dies mit Sicherheit der beschwerlichere Weg ist.

    @Stephan
    Die Nähe zwischen mir und dem für mich zuständigen Rechenzentrum besteht schon. Sobald ich hier einen Auftrag erteile rennt dort ein Algorithmus los, der diesen ausführt. Wenn das keine Nähe ist. Und so dürfte es Millionen anderer Bankkunden gehen.

    Allerdings, und da gebe ich dir sicher Recht, thematisiert nahezu niemand dieses „Zusammenspiel“ geschweige denn das Beziehungsgeflecht aus Kunde, Bank und Rechenzentrale – und dies liegt meiner Meinung nach nicht an einem desinteressierten Kunden. Nähe – ja, Bewusstsein der Nähe – nein.

    Gruß

    mco

  • KK
    18. Mai 2011 bei 10:07

    @Stephan:
    Richtig, Rechenzentralen sind optimal aufgestellt um Kernbanksysteme weiter zu entwickeln und der gesamte Apparat ist darauf ausgerichtet dies auch gewissenhaft und mit dem nötigen Weitblick zu tun.

    Das machen diese Beiden verbliebenen seit Jahrzehnten einwandfrei und ohne (größeren) Makel.

    Anders ist es jedoch in vielen anderen Bereichen die heute viel näher am Kunden stehen und mit denen ein „verstaubtes“ Image sehr schnell geprägt wird.

    Nehmen wir die Webseite einer Bank. Weiterentwicklungszyklen von 24-36 Monaten im Internet passen nicht zu einem Verbund der sich modern und kundennah präsentiert.

  • fsw
    fsw
    19. Mai 2011 bei 13:42

    Neben den beiden Varianten „White-Labe“ vs „Eigenentwicklung“ könnte man ein solches Tool natürlich auch von einem Dritten entwickeln lassen (der die benötigten Ressourcen unter Umständen frei hat, um Anforderungen schnell umzusetzen).

    Die Diskussion in den nächsten Wochen wird hoffentlich zeigen, inwieweit das Thema weiter verfolgt wird. Im Verlauf dieser Woche erhielt ich einen Anruf durch den BVR. Dort beschäftigt man sich auch schon mit dem Thema. Ich hoffe dem Thema kann genügend Nachdruck gegeben werden, um es „zeitnah“ zu realisieren. Vielleicht konnten wir mit diesem Blog-Beitrag und der anschließenden Diskussionen einen kleinen Beitrag dazu leisten.

    Viele Grüße aus Bühl,
    Franz Welter

  • Auch die PSD Bank RheinNeckarSaar eG ist an einem solchen Tool interessiert. Danke für die Initiative.

    Grüße aus Stuttgart

    Birgit Stehle

  • 24. Mai 2011 bei 17:09

    toll, dass das Thema so viel Aufmerksamkeit erhält. In Bayern gibt es bereits ein Pilotprojekt mit einigen Volksbanken, die ein solches Personal-Finance-Management-System einsetzen werden. Die Nutzer des Systems werden dabei auch aktiv aufgefordert, sich mit Vorschlägen an der Entwicklung zu beteiligen.

    Viele Grüße aus München

    Florian Haagen

  • Guten Tag

    Nicht umsonst ist PFM in den USA und nach und nach auch in anderen Ländern integraler Bestandteil eines guten Bankangebots für Privatkunden. Es handelt sich um eine der wenigen klassischen Win-Win-Situationen, in denen Kunde wie Bank gewinnen und am Schluss zufrieden sind.

    Vor allem in der hier angesprochenen Integration ins Online Banking sehe ich große Chancen auch hierzulande. Innovative Anbieter wie Meniga (www.meniga.de) bieten eine mit wenig Aufwand anpassbare White-Label Lösung für europäische Banken an. Eine Einführung lässt sich schon innerhalb kurzer Zeit bewerkstelligen.

    Für weitere Informationen stehe ich gerne zur Verfügung.

    Mit besten Grüßen

    Hansjörg Leichsenring

  • Stephan
    2. Juni 2011 bei 0:05

    Endlich!!!

    Beruhigt mich als Kunden sehr, dass sich mehr und mehr Banken nun doch Gedanken über PFM machen. Will nämlich auch endlich mehr Transparenz über meine Finanzen und StarMoney zum Beispiel kann mir das leider nicht so einfach liefern wie ich mir das nach Erfahrungen mit mint.com und kontoblick erhofft hatte (kleine Randbemerkung zu kontoblick: die Seite existiert zwar noch, scheint aber nicht mehr betrieben zu werden, auf jeden Fall gab es seit Jahren keine Kommunikation mehr durch das Unternehmen).

    Allerdings würde ich den bestehenden Interessenkonflikt zwischen Bank und Kunden nicht so vernachlässigen, wie das der Beitrag und die bisherigen Kommentare nahelegen.

    Durch die Kategorisierung meiner Finanztransaktionen mit Hilfe einer PFM Lösung meiner Bank gebe ich als Kunde noch sehr viel mehr Informationen Preis als ich das eh schon tue.

    Von meiner Bank erwarte ich mir einen entsprechenden Umgang mit meinen sensiblen Daten. Ich möchte nicht, dass mein Kundenberater mich nachher auf mein Budget anspricht, es sei denn ich habe ausdrücklich zum Beispiel im Rahmen von Kreditverhandlungen meine Zustimmung dazu gegeben.

    Just food for thought. Aber weiter so. Toller Blog Eintrag und der Hinweis auf meniga ist auch spannend.

  • fsw
    fsw
    2. Juni 2011 bei 11:07

    Hallo Herr Haagen,

    sehr spannend. Sobald ich wieder in der Bank bin (nächste Woche) sollten wir uns hierzu austauschen

    Hallo Herr Dr. Leichsenring,

    Meniga beobachte ich mit Spannung. Habe auch eine entsprechend „Interessenten-Anfrage“ über die Homepage versendet. Freue mich über den weiteren Austausch.

    Hallo Stephan,

    vielen Dank für den Beitrag und das positive Feedback. Ich glaube mit dem Hinweis auf den „Datenschutz“ sprechen Sie einen ganz wichtigen Punkt an… Ihr Vorschlag bezüglich der Steuerungsoption von bestimmten PFM Funktionen (z.B. Budgets) gefällt mir in diesem Zusammenhang sehr gut.

    Viele Grüße aus Bühl,
    Franz Welter

  • 6. Dezember 2011 bei 15:32

    spannende Diskussion – und mit der anstehenden Lösung von finanzblick kommt ja jetzt auch Schwung in den Markt. Ich bin gespannt wann und wie Banken reagieren und ob das Thema Multibankenfähigkeit dann auch gelöst wird.

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