Spielerisch lernen im Internet

Veröffentlicht von Maik Jost / 23. Juni 2011 / , / 0 Kommentare

 

Im Internet gibt es heute immer mehr Möglichkeiten, Wissen und Inhalte auf spielerische und einfache Art und Weise zu vermitteln. Das macht den theoretischen Inhalt meistens interessanter und der User ist eher bereit sich weiterzubilden oder Fähigkeiten anzueignen. Gerade in der Finanzwelt gibt es Themengebiete, die doch recht trocken oder sehr anspruchsvoll für den einen oder anderen scheinen. Durch eine spielerische Vermittlung solcher Inhalte könnten durchaus wichtigen Themen wie zum Beispiel Altersvorsorge, Versicherungen etc. eventuell stark an Interesse gewinnen, vor allem bei Jugendlichen und Berufstartern. Teilweise gibt es auch schon Portale oder auch Schulen, die sich genau diese Art der interaktiven Wissensvermittlung schon zu nutze machen und verstärkt auf den Spieltrieb setzen. Hierbei bin ich auf einige positive Beispiele dazu im Internet gestoßen, die meisten allerdings im Bereich des Bildungswesens.

Die Bildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Internet scheinen heute fast unbegrenzt. Allein schon die Auswahl an Studiengängen ist riesig und auch die Anzahl der Seiten von Unis, wo man sich über die einzelnen Studiengänge informieren kann. Meistens wird ein Bildungsweg sehr theorielastig und ausführlich beschrieben, was den einen oder anderen sicher schon von vornherein in seiner Auswahl beeinflusst oder sogar abschreckt. Also warum nicht das Ganze eine wenig frischer verpacken und die heutigen Medien dazu nutzen, um trockene Theorie greifbarer zu vermitteln?

Eine Erleichterung bei der Informationsbeschaffung zu den einzelnen Hochschulangeboten und Studiengangsbeschreibungen gibt das Portal edumap.de. Hier gibt es keine seitenlangen Texte und theoretische Beschreibungen der einzelnen Studiengänge, sondern ein kurzes Interview mit einem fachgerechten Dozenten oder eine Kurzbeschreibung. das allesals Videobotschaft.

Hier einige Beispielvideos zu:

Es gilt aber nicht nur die Ausbildung oder den Studiengang an sich zeitgemäßer und interessanter zu präsentieren, vor allem die Lehrinhalte sollten spannender, effizienter und auch spielerischer vermittelt werden. Auch hier gibt es zahlreiche Portale, die mit Hilfe des Internets anhand von Videos, Games oder anderen Kommunikationsmedien Lehrinhalte vermitteln. In den USA macht seit ein paar Jahren ein Programm von sich reden, das auf Motivationsmechanismen  (Spielmechaniken) aufbaut, die normalerweise aus Computerspielen bekannt sind. Der Name des Projektes ist „Quest to Learn“ (kurz q2l). Das q2l-Programm wird in einer Schule in Ney York in momentan zwei Klassenstufen angewendet, wobei weitere mit den Jahren folgen sollen.

Mehr Infos zu dem Thema q2l finden Sie unter den Links:

Intelligent Gamification – Blog

Institute of Play

Es liegt auf der Hand, dass es mehr als sinnvoll ist, dem fast schon altertümlichen Bildungswesen einen frischen Hauch Spielfreude und Spaß mit Hilfe von Gamification-Techniken einzuhauchen. Auch im Bereich der Apps gibt es ein Beispiel: mindsnacks.com ist ein Portal, in dem es möglich ist, sich auf eine spannende und spielerische Art und Weise eine Fremdsprache anzueignen. Im Moment werden hier Spanisch, Italienisch und Französisch als App für das iPhone angeboten, wobei das Repertoire in absehbarer Zeit erweitert wird.

 

Ein weiteres Beispiel aus dem Bildungssektor ist die Plattform grockit.com. Dies ist eine online social learning game company, die Spiele zur Vorbereitung von GMAT (Graduate Management Admission Test) und SAT (Scholastic Assessment Test) Tests entwickelt. Das sind beides Tests, die Befähigung für ein weiterführendes Wirtschaftsstudium prüfen.

“Grockit believes that people learn better through peer-to-peer situations instead of teacher-to-student, and they are building their companies’ products around this idea. Grockit is a play on the word ‘grok’ which means to understand something so well it becomes part of you. Their main competitors include online courses offered by The Princeton Review and Kaplan.”

Aber nicht nur im Bereich der Schule und des Bildungswesen werden Techniken angewandt, um dem User spielerisch Inhalte zu vermitteln. Ein Beispiel aus dem Finanzsektor ist das Forexportal babypis.com. Babypips.com ist ein Einsteigerportal für Trader im Foreign Exchange Market (Devisenmarkt). Die Seite beinhaltet neben Blogs, Foren und verschieden Moneymanagment Tools auch eine „School of Pipsology“, in der man von der Vorschule (den Basics des Forex-Handels) bis hin zur Graduation (Feinheiten u.a. der richtigen Brookerauswahl usw.) verschiedene „Schulklassen“ durchläuft und absolviert. Auch hier ist die Idee dahinter, spielend und dadurch sehr effizient zu lernen. Ich denke, dass es nicht nur dem Schul- und Bildungswesen gut tun würde, sondern dass im Themenbereich der Finanzen und Versicherungen eine Vermittlung von Inhalten über interaktive und spielerische Wege sehr zu empfehlen wäre.Was meinen Sie?Kennen Sie vielleicht weitere Bespiele im Bereich Finance? Und sind Prinzipien, wie sie zum Beispiel mindsnacks.com verwendet in den Finanzbereich zu übertragen?

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