Popmoney – Why are you still paying people like it’s 1993?

Veröffentlicht von Frank Gutknecht / 27. Juli 2011 / , / 2 Kommentare

Neulich bin ich auf den sehr interessanten Bezahldienst „Popmoney“ von CashEdge aufmerksam geworden, der es unkomplizierter und einfacher machen soll, eigene Freunde und Bekannte zu bezahlen oder von ihnen Geld zu empfangen. Popmoney ist speziell für Banken entwickelt worden, um Zahlungen an Privatpersonen über eine Emailadresse oder Mobilfunknummer abzuwickeln.

Der Service wird rund um das bestehende OnlineBanking Tool oder das Homebanking der Bank aufgezogen. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Bank diesen Dienst anbietet. In Deutschland ist der Dienst derzeit kaum verbreitet. Vor allem in Amerika haben führende Institute den Dienst jedoch bereits in den Homebanking-Dienst integriert. Dabei wird die bestehende Bankbeziehung auch nicht gestört, es erweitert einfach die Wahlmöglichkeit für Bankkunden über das Senden und Empfangen von Geld.

Wie Popmoney funktioniert sehen Sie hier:

Weitere Möglichkeiten sind das Verschicken von Grußkarten oder individuellen Nachrichten, die Einrichtung von regelmäßigen Zahlungen sowie den kostenpflichtigen Expressversand von Geld. Die Benachrichtigung über eingehende Zahlungen kann über das Handy oder die Emailadresse geschehen. Darüber hinaus wurde speziell zur mobilen Nutzung eine App entwickelt.

Cashedge versucht auf den Puls der Zeit abzuzielen und wirbt eingehend damit, dass man seinen Freunden und Bekannten keine Briefe mehr schreibt und den Briefkasten aufsucht, oder immer seltener Musik und Bücher im Platten- oder Musikladen kauft.

Mein Fazit: Für das Bezahlen von Freunden und Bekannten sicherlich eine sehr gute Ergänzung, einfach über die Handynummer oder die Emailadresse seinen Schuldnerpflichten nachzukommen. Denn wer hat denn schon immer genügend Bargeld dabei oder hat die Bankdaten seiner Freunde gleich zur Hand. Für den Kunden bietet das enorme Vorteile und eine Bank kann sich so auch weiter als innovativ herausstellen. Die Beziehung zum Kunden wird auch nicht gestört, vielmehr sogar über das häufigere Bezahlen über die Homebanking-Plattform intensiviert. Weiterhin könnte ich mir persönlich vorstellen, dass so Freunde schneller bezahlt werden und ein neues „Bezahlgefühl“ entstehen kann.

Abzuwarten bleibt aber, wie einfach und reibungslos sich der Bezahldienst in das Homebanking integrieren lässt. Laut Cashedge soll der Bezahldienst auf Basis neuester Sicherheitsstandards entwickelt worden sein. Bleibt aber dennoch die Frage, in wie weit dieser sich mit den Bankenlösungen verträgt.

Was meinen Sie, wäre eine solche Erweiterung der Bezahlmöglichkeiten sinnvoll? Würden Sie sich darüber freuen bzw. wird sich dieser Dienst durchsetzen?

Kommentare

2 Kommentare

  • 27. Juli 2011 bei 22:05

    Hallo,
    in Deutschland macht das wohl nur die Fidorbank. Schade eigentlich

  • Roman
    28. Juli 2011 bei 17:21

    Also ich finde das ganze definitiv zu umständlich! Was eine Klickerei, bis das Geld beim Empfänger auch wirklich auf dem Konto gutgeschrieben ist. Da ist eine Überweisung deutlich einfacher!

    Klar der große Vorteil ist, dass der Sender nicht die „Kontonummer“ des Empfängers kennen muss.Aber ich empfinde es trotzdem als sehr umständlich!

    Man muss sich das Viedeo mal genau anschauen, denn gerade was der Empfänger des Geldes für einen Aufwand hat, seine Daten alle einzutragen, ist meines Erachtens nach zu viel und zu umständlich. In dem Video hat man dort „schnell“ mal weiter geklickt an 3 Stellen, ist halt zum verkaufen gedacht 😉

    Guter Ansatz, aber viel zu umständlich in der Abwicklung.

    Trotzdem THX für das Video und die Idee.

Nachricht hinterlassen

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu hinterlassen.