Google Wallet – tap to pay

Veröffentlicht von Meike Boj / 4. Oktober 2011 / , , , , / 3 Kommentare

Mit seinem neuen Dienst „Wallet“ will Google das Bezahlen vereinfachen. Besitzer eines Smartphones können so ohne Bargeld oder Karte bezahlen. Steht eine Transaktion an, hält der User sein Smartphone an ein spezielles Terminal. Die Daten werden über den Funk-basierten Dienst NFC ausgetauscht und so der Bezahlvorgang durchgeführt. Der mobile Dienst speichert zudem Kreditkartendaten, Rabattkarten, Gutscheine und Angebote auf dem Smartphone.

Noch steht „Google Wallet“ aber nur einer sehr kleinen Zahl an Menschen offen. Zum einen benötigen die Nutzer nicht nur das Google-Smartphone „Nexus S“, sondern müssen auch noch im Netz des drittgrößten US-Mobilfunkanbieters Sprint sein sowie eine Mastercard-Kreditkarte der Citibank oder eine spezielle Prepaid-Karte von Google besitzen. Zum anderen fehlt derzeit noch die entsprechende Hardware auf Händler-Seite, um den Bezahlvorgang durchführen zu können. „Das ist erst der Anfang“, schrieb der für die Bezahldienste zuständige Manager Osama Bedier im Firmenblog. „Unser Ziel ist es, dass Du alle Deine Karten für ‚Google Wallet‘ benutzen kannst.“

Smartphone statt Geldbörse

Mit Visa, American Express und Discover hat Google weitere große Kreditkarten-Anbieter ins Boot geholt. Nun fehlen noch taugliche Smartphones. „Wir rechnen damit, dass wir ‚Google Wallet‘ in der Zukunft auf mehr Telefone bringen können“, erklärte Beider. Der Konzern hatte das System im Mai vorgestellt und einen ersten Testlauf in New York und San Francisco gestartet. Mit „Wallet“ kann das Handy nicht nur bezahlen, sondern gleichzeitig auch noch Punkte auf einer Rabattkarte gutschreiben. Nach der Wunschvorstellung von Google soll das Smartphone mittelfristig das Portemonnaie überflüssig machen.

Getan hat sich nicht viel

Dem Vorstoß von Google wird Signalwirkung beigemessen. Seit Jahren wird über das Handy-Bezahlen gesprochen, aber getan hat sich nicht viel. Noch immer dominieren Bargeld oder die Bank- und Kreditkarten. Da Googles Android inzwischen das Smartphone-Betriebssystem mit dem größten Marktanteil ist, wird dem Internetkonzern eine starke Position in dem entstehenden Markt vorhergesagt.

Gerade erst in diesen Tagen melden die Medien, dass die Sparkassen vorerst nicht mit Googles NFC-Bezahldienst Wallet zusammenarbeiten wollen. Eine Kooperation käme nur in Frage, wenn deutsche Anforderungen an den Datenschutz erfüllt wären, sagte Wolfgang Adamiok, Leiter der Sparte Zahlungsverkehr des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), dem Nachrichtenmagazin Focus.

Was denken Sie: Wird sich Google Wallet auch in Deutschland durchsetzen oder sind die rechtlichen Hürden einfach zu groß?

Einen Nutzen hat Google Wallet aber auf jeden Fall:

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