ShopKeep POS – Das iPad als Kasse

Veröffentlicht von Thomas Hochfeld / 22. August 2012 / , , , / 3 Kommentare

Heute möchte ich über ein Start-Up Unternehmen berichten, dass sich zum Ziel gesetzt hat, die Kassensysteme bei den Händlern vor Ort zum einen benutzerfreundlicher und zum anderen kostengünstiger zu gestalten.

Gegründet wurde das New Yorker Unternehmen ShopKeep im Januar 2010 von Jason Richelson und Amy Bennett. Beide waren vorher Eigentümer eines eigenen Wein- und Gourmetlebensmittelgeschäftes. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit der Point of Sale Software von Microsoft, häufigen Serverabstürzen, mangelhaftem Support und auch mangels Alternativen, beschlossen sie, ihre eigene Software von Grund auf neu zu entwickeln.
Diese Software läuft auf PC, Mac und seit August 2010 auch auf dem iPad. Sie verbindet sich mit der Kassenschublade, dem Barcodescanner, dem Kreditkartenleser und dem Drucker. Außerdem bietet die Software noch viele weitere Auswertungsmöglichkeiten, wie z.B. Inventarlisten, Umsatzstatistiken, Echtzeittransaktionen sowie weitere Management Tools. Der Vorteil dieser Cloud-basierten Software ist, dass die Daten, Passwort vorausgesetzt, von überall, auch über ein Smartphone, abgerufen werden können. Einem Datenverlust wird so auch vorgebeugt, da bisher viele Kassensysteme mit eigenen „Offline-Server“ arbeiteten. Sollte die Verbindung zum Internet mal unterbrochen werden, geht der Betrieb einfach offline weiter und die Daten werden bei erneuter Onlineverbindung dann einfach synchronisiert. Natürlich werden alle gängigen Kartenzahlungen sowie Bargeld akzeptiert. Seit Neuestem ist es auch möglich, mit seinem IPhone per Paypal zu bezahlen. Dazu braucht man nur die entsprechende App, checkt sich direkt im Geschäft ein und fügt ein Foto von sich dazu. Dann weist man den Kassierer darauf hin, dass man gerne mit Paypal bezahlen möchte und anhand des Fotos kann der Kassierer prüfen, dass der Eigentümer des Paypal Accounts vor ihm steht. Dies geht aufgrund der innovativen und vor allem einfachen Benutzeroberfläche sehr einfach und auch sehr schnell, was auch ein Vorteil ist, wenn es darum geht, neue Mitarbeiter einzulernen. Zusätzlich bietet die Software auch die Möglichkeit, den Kunden die Belege entweder wie gewohnt auszudrucken oder direkt per Email papiersparend nach Hause zu senden.
Auch die Kosten sprechen für die ShopKeeper Software. Während andere Point of Sale Systeme laut Gründer von ShopKeep Kosten von 3.000 bis 12.000 $ verursachen, liegt man mit der ShopKeep Software mit monatlich 50$ weit darunter.

Mittlerweile bietet die Firma auch mehrere Komplettpakete an, welche je nach Wahl das komplette Kassensystem mit Kreditkartenleser, Drucker, Router und iPad2 oder auch nur Teile davon enthalten.
Noch soll die Software nicht für die großen Geschäfte mit ihrer Vielzahl an Artikeln geeignet sein, jedoch gerade bei kleineren Ladengeschäfte spricht vieles dafür.
Ich bin gespannt, ob wir dieses oder ein ähnliches System auch bald in Deutschland sehen werden.

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Kommentare

3 Kommentare

  • 23. August 2012 bei 11:47

    orderbird macht das selbe doch in deutschland

  • ht
    ht
    24. August 2012 bei 15:36

    Hallo andre,

    vielen Dank für den Hinweis!

    Mit freundlichem Gruß
    Thomas Hochfeld

  • fsw
    fsw
    4. September 2012 bei 7:21

    Hallo Herr Kusber,

    vielen Dank für den interessanten Link. Ob die Berliner Volksbank ein eigenes Innovationsteam hat, kann ich Ihnen ehrlich gesagt gar nicht sagen….

    Viele Grüße
    Franz Welter

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