Kurz notiert: Enterprise 2.0 in der Volksbank Bühl

Veröffentlicht von Franz Sebastian Welter / 3. September 2012 / , / 2 Kommentare

Seit längerem arbeiten wir schon an unseren eigenen internen Enterprise 2.0 Plattform. Heute ist „Volksbank Bühl Connect“ endlich gestartet. Ein Netzwerk nur für Kolleginnen und Kollegen der Volksbank Bühl… 

Wir wollen mit Volksbank Bühl Connect den nächsten Schritt gehen und soziale Medien auch konsequent in unserer internen Unternehmenskommunikation nutzen. Folgende Ziele verfolgen wir mit der neuen Plattform:

  • Förderung einer offenen und transparenten Kommunikationskultur
  • Partizipationsmöglichkeiten für alle Kolleginnen und Kollegen im Rahmen von Entscheidungsprozessen und Projekten schaffen
  • Grundlage für einen effizienten Wissensaustausch ermöglichen
  • Kreativität fördern, neue Ideen entwickeln und diese in innovative Produkte und Dienstleistungen überführen

In folgenden Bereichen nutzen wir die neue Plattform:

Ideenraum: Wir haben unser bisheriges betriebliches Vorschlagswesen gepimpt. Ideen werden nun von allen Kolleginnen und Kollegen eingestellt, gemeinsam weiterentwickelt (durch Kommentare) und priorisiert (durch „Gefällt mir“). Somit können sich alle Kolleginnen und Kollegen bei der Ideenfindung und -priorisierung beteiligen. Außerdem gibt es jetzt Ideenkampagnen, bei denen wir über einen definierten Zeitraum für eine ganz bestimmte Herausforderung Ideen suchen.

Preis(s)fragen: Preis(s)fragen ist der CEO-Mikroblog unseres Vorstandsvorsitzenden Claus Preiss. Hier berichtet Herr Preiss regelmäßig von seinem Doing als Vorstand, von aktuellen strategischen Herausforderungen und Projekten aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Außerdem können alle Kolleginnen und Kollegen direkt mit Herrn Preiss in einen Dialog treten und z.B. Fragen stellen.

Open Projects: In Anlehung an Open Source haben wir für uns Open Projects definiert, die von Beginn des Projektes bis zur Umsetzung sehr transparent über die Plattform kommuniziert werden und an verschiedenen Stellen (oder während des ganzen Projektes) Raum für Beteiligung lassen. So kann sich jeder einbringen – wenn er/sie möchte.

Voba Kompakt: Auch unsere interne Mitarbeiterzeitung wurde abgelöst – zumindest die PDF-Version. Unsere Voba Kompakt 2.0 gibt es jetzt als internen Blog. Beiträge können geliked, kommentiert und hinterfragt werden. Außerdem werden wir auch verstärkt das Medium Video als internes Kommunikationsinstrument nutzen (z.B. im Rahmen des Change Managements).

Neben den vorgestellten Anwendungsbereichen gibt es außerdem einen Bereich für Teamräume (geschlossene oder offene Räume für Abteilungen, Teams, Funktionen oder Gremien), ein Schwarzes Brett, einen eigenen Bereich für unsere Trainings- und Coachingsakademie und „normale“ Social Media Funktionen (Profile, Kontakte, Geburtstagserinnerungen, Chats usw)

Die Wunschliste an Funktionen für das nächste Release ist schon groß. Aber jetzt müssen wir erstmal die große Herausforderung der Einführung der Plattform meistern. Von Zeit zu Zeit werden wir hier über spannende Aspekte oder Erfahrungen mit der Einführung der Plattform berichten.

Kommentare

2 Kommentare

  • 4. September 2012 bei 9:23

    Ich finde das Thema sehr spannend. Das so etwas bei großen Firmen wie IBM funktioniert, ist klar. Ich habe aber schon oft überlegt, ob Enterprise 2.0 auch in kleinen und mittleren Genossenschaftsbanken funktioniert und ob es da einen Mehrwert bieten kann.
    Ein entscheidender Punkt ist hierbei wohl die Beteiligung und Akzeptanz des neuen Mediums durch die Mitarbeiter.
    Wie schaffen Sie es, die Mitarbeiter dafür zu begeistern und alle zum Mitmachen zu bringen?

    PS: Ist das mit dem Captcha wirklich notwendig?

  • fsw
    fsw
    4. September 2012 bei 9:41

    Hallo Herr Hommel,

    vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir haben uns zum ersten mal vor ca. 4 Jahren mit dem Thema Enterprise 2.0 im FinanzVerbund bzw. in der Volksbank Bühl beschäftigt. Damals kamen wir zu dem Zwischenfazit, dass es für Enterprise 2.0 in der Volksbank Bühl noch etwas zu früh sei. Mittlerweile hat sich aber einiges geändert in unserer Bank – insbesondere was das Thema Social Media und Innovation angeht. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen das Thema anzugehen und einfach mal zu testen.

    Sie sprechen natürlich den wichtigsten Punkt an. Es handelt sich nur am Rande um ein technisches Projekt und vielmehr um ein kulturelles. Die Akzeptanz der Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen ist unsere aktuelle Herausforderung. Diese Akzeptanz wollen wir zum einen erreichen, in dem wir die Plattform in sinnvollen Anwendungsgebieten nutzen. Das kann z.B. das oben beschriebene Ideenmanagement sein oder andere Anwendungsgebiete wie dem Projektmanagement. Außerdem hängt natürlich viel davon ab, wie die Plattform eingeführt wird. Der Einführungsprozess läuft jetzt mittlerweile schon fast 3-4 Monate und erst gestern war der offizielle Roll-Out. Wir haben uns da viele Gedanken gemacht und verschiedene Strategie angewendet (versucht Lead User zu identifizieren und zu überzeugen, Führungskräfte früh einbinden, Verknappungsstrategie (Apple-Marketing), häufige Kommunikation über verschiedene Medien, Storytelling usw). Außerdem haben wir Schulungsvideos erstellt und bieten Webinare für die Plattform an. Last but not least ist wohl einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren, dass auch unser Vorstand voll hinter dem Projekt steht und dieses pusht. So… das waren auf die schnelle nur einige der Aspekte der Einführung. Evtl. schreiben wir zu Ihrer Frage ja mal einen eigenen Blog-Beitrag.

    Viele Grüße
    Franz Welter

    PS: Ach ja das mit dem Captcha ist wirklich notwendig. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Spam Beiträge ohne Captcha exponentiell zunehmen….

Nachricht hinterlassen

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu hinterlassen.