Banking auf Facebook? Commonwealth Bank startet Facebook-Banking…

Veröffentlicht von Franz Sebastian Welter / 26. Februar 2013 / , , , / 8 Kommentare

Es gibt ja schon zahlreiche Ansätze Finanzdienstleistungen auf Facebook anzubieten. Die Rabobank hat schon seit 2010 eine Art „Social Payment“ in Verbindung mit dem sozialen Netzwerk Hyves gestartet. Der Online Broker Zecco bietet seit 2011 eine Facebook App an, mit der Trades direkt auf Facebook getätigt werden können. Die Fidor Bank hat ihren Like-Zins. Die polnische mBank hat kürzlich ihr neues Online-Banking mit weitreichender Anbindung an Facebook vorgestellt. Die australische Commonwealth Bank hat nun ihre Banking App für Facebook vorgestellt…

Auch die ICICI-Bank bietet ihren Kunden eine Facebook Banking App an.

Sieht in jedem Fall gut aus. Mal abwarten was die Kunden dazu meinen. Banking auf Facebook kann ja durchaus kritisch diskutiert werden.

Uns interessiert Ihre Meinung? Macht Banking auf Facebook Sinn? Würden Sie Online-Banking Services auf Facebook nutzen?

 

Kommentare

8 Kommentare

  • vivit
    26. Februar 2013 bei 11:37

    Befürchte zu sehr den Missbrauch in Richtung „gläserner Mensch“
    Bargeld sollte erhalten bleiben.

  • Hier muss ich einfach zweigeteilt antworten. Global gesehen, könnte das für ein Unternehmen durchaus zum Erfolg werden. Wenn man sich den weltweiten Markt ansieht, sind wir Deutschen was Datenschutz und Sicherheit angeht extrem konservativ.

    Was einen Erfolg in Deutschland betrifft, habe ich größte Zweifel. Dazu hat Facebook in Deutschland einen viel zu schlechten Ruf, was den Datenschutz und den Umgang mit den Kunden angeht.

  • Tobias
    26. Februar 2013 bei 13:36

    Hallo Franz,
    sehr interessanter Beitrag. Ich finde diese Banking-Applikationen gelungen und kann mir den spielerischen Umgang mit Geld und die Bezahlung über dieses Medium vor allem im Payment mit kleineren Beträgen gut vorstellen. Auch mir geht es häufig so, dass ich mich nur noch auf ein paar wenigen Portalen im Internet bewege und die Banken-Homepage wenn überhaupt dann nur fürs Onlinebanking aufrufe. Da passt eine Banking-Integration in Facebook natürlich perfekt. Allerdings ist es für Deutschland aktuell nur schwer vorstellbar.
    Unter anderem fände ich es auch wichtig, dass keinerlei Daten bei Facebook liegen, d.h. die Anwendung komplett autark läuft. Auch sollte die Banking Anmeldung z.B. nicht mit dem Facebook-Login möglich sein, sondern mit den bereits für den User bekannten Bank-Logindaten wie z.B. VR-Netkey & Co. Dennoch sehe ich auch ein hohes Sicherheitsrisiko, da sich gerade über Facebook in Windeseile Trojaner verteilen lassen, die dann evtl. den Banking-Login abgreifen und einen noch größeren Schaden anrichten können. Das interessante sind die technischen Möglichkeiten, die sich durch solche Applikationen eröffnen. Demgegenüber stehen einerseits die Gefahr von Trojanern etc., andererseits aber auch die Ängste und teilweise zu extremen Regulatorien der Deutschen.
    Viele Grüße
    Tobias

  • fsw
    fsw
    26. Februar 2013 bei 16:20

    Hallo zusammen,

    erstmal vielen Dank für Ihre/Eure Kommentare. Auf unserer Facebook Seite (www.facebook.com/vobabuehl) wird das Thema auch sehr kontrovers diskutiert. Die Diskussion zeigt, wie schwierig und heikel dieses Thema ist… Sehr spannend. Ich freue mich über weitere Meinungen.

    Viele Grüße
    Franz Welter

  • 26. Februar 2013 bei 16:52

    Hallo liebe Innovatoren aus Bühl und hallo Franz,

    mal wieder ein spannendes Thema und vielleicht sogar ein heißes Eisen. Werden wir zukünftig, das was wir von einer Bank brauchen über Facebook nutzen? Spannend ist die Frage insbesondere auch deshalb, weil wir uns ja nicht einmal vorstellen können, dass Menschen – genauer gesagt müsste man deutsche Menschen sagen – nicht mehr in die Filiale kommen, um Bankgeschäfte zu erledigen. Jetzt geht es ja noch einen Schritt weiter. Warum noch eine Banken Internetseite oder gar das Online Banking besuchen, dass kann man doch auch da machen, wo man sich gerade befindet. Und wenn wir schon alle immer öfter und auch immer länger bei Facebook sind, warum nicht direkt dort Geld überweisen, Kontostände abfragen oder gar Produkte abschließen.

    Natürlich gibt es 1000 gute Gründe Angst vor einer solchen Entwicklung zu haben und in Deutschland wahrscheinlich sogar 10.000. Aber Banking entwickelt sich – wie Brett King sehr treffend sagt – zu einer Tätigkeit, die tief ins Leben integriert wird. Ich muss nicht einmal mehr einen „virtuellen Ort“ aufsuchen.

    Zu dem Thema könnte man ja ganze Bücher füllen. Der normale Nutzer muss sich doch heute schon fragen. Wo ist die Grenze. Sind die finanziellen Fragen wirklich so viel schützenswerter als die zahlreichen Informationen, die wir heute schon überall im Netz hinterlassen. Gibt es da überhaupt noch eine Steigerung an Gefahr? Was ist darüber hinaus „Sicherheit“. Wem kann man noch Vertrauen. Ist Pferdefleisch jetzt Rindfleisch und sind Bio Eier von glücklichen Hühnern. Und muss für die Sicherheit nicht die Bank sorgen, was sie ja auch in Facebook machen könnte. Eine Umfrage der Fiducia hat ja schön gezeigt wie viel den Bankkunden Sicherheit wert ist. Gerade einmal 25 Cent im Monat.

    Für mich macht Banking in Facebook auf jeden Fall Sinn. Ich kann nicht sagen, ob es sich durchsetzen wird. Natürlich wird es bei uns länger dauern und man muss schauen, wie Banken, Datenschutzverbände und andere Institutionen auf den ersten derartigen Vorstoß reagieren würden. Eines Tages wird es aber selbstverständlich werden über sein soziales Netzwer (ob das nun Facebook heisst..) auf das Banking zuzugreifen, weil Banking eben tief in unser tägliches Leben integriert sein wird. Welchen Screen und ob wir überhaupt noch einen Screen verwenden? Keine Ahnung. Was da technologisch alles auf uns zukommt. Da fehlt einem ja fast schon die Vorstellungskraft. Nach den Screens kommt in jedem Fall das Internet der Dinge.

    Ich persönlich würde es wahrscheinlich auch ausprobieren. Was mich in jedem Fall freuen würde. Banken bieten mir die Möglichkeit Banking zu betreiben, statt in einen Dialog zu treten, der mir nicht viel bringt, weil er zu stark von Marketing und Vertriebsinteressen geprägt wird.

    Als Genosse stelle ich mir immer wieder die Frage, ob wir nicht unsere eigene Banken Community mit 17 Millionen Mitgliedern bauen sollten. Mehr als Geld und Zinsen – ich meine den Kitt für Social Connections – hätten wir ja eigentlich

  • 26. Februar 2013 bei 21:21

    Hallo Franz,

    macht Banking auf facebook Sinn? Ich sage Ja.
    Vor allem wegen des sehr schönen Statements, das Banken damit abgeben könnten.

    Ich glaube, dass die Bank dort sein sollte, wo die Menschen sind.
    Das leben Volksbanken mit ihrem dichten Filialnetz schon bestens vor. Im Jahre 2013+ sind viele Menschen – laut aktueller Statistik 25 Millionen aktive Deutsche – bei facebook.
    Deswegen wäre eine Applikation in facebook nur konsequent.
    Dass sicherlich nicht alle Bankkunden sie nutzen werden, wie ja auch noch nicht alle Online-Banking nutzen, ist für mich klar. Aber eine Vielzahl wahrscheinlich junger Kunden, die nun einmal einen Großteil ihrer Lebenszeit bei facebook verbringen, würde das sicherlich als großen Service empfinden und nutzen. Stichwort Convenience.

    Es wäre also einfach nur eine sehr konsequente Kundenorientierung der Banken und eine Möglichkeit, Terrain, welches sie sonst vielleicht an paypal oder eine mögliche facebook-eigene-Bank zu verlieren drohen, zurückzugewinnen.

    Und für alle Techniker: Natürlich sicher und als Applikation. Aber davon gehe ich als Bank- und Endkunde aus, wenn es von einer Bank kommt. Was übrigens der Vorteil zu facebook wäre. Denn ob die Deutschen einer facebook-Bank trauen, wenn sie denn kommt, wage ich zu bezweifeln.
    Fazit: Facebook-Banking ja, weil die Bank zum Kunden muss. Und wenn dieser bei facebook ist, dann sollte die Bank dahin.

  • 26. Februar 2013 bei 21:26

    Hallo zusammen,
    wir haben solche Projekte in der Türkei schon vor einem halben Jahr begleitet über unsere Leute dort. In Ländern mit einer höheren Annahme der Social Media ist dieser Schritt eher ein logischer Prozess. Jetzt ist der Umgang mit dem Geld und mit Banken in Deutschland ein anderer als in anderen Ländern, und wahrscheinlich kaum von einem Land zum nächsten einfach übertragbar. Daher muß sich sicher zeigen, ob das hierzulande sinnvoll erscheint.
    In der Türkei funktioniert es aber durchaus wunderbar. Man geht als Serviceanbieter und Dienstleister einfach dorthin, wo der Kunde eh schon ist. Und das ist im Internet heute oft Facebook.
    Das wäre auch mein Kommentar zum Thema Community unter Genossen. Glaub das macht nur Sinn, wenn da ein sehr deutlicher Mehrwert dahintersteht und alle mittun. Da könnte dann doch schon wieder das Problem liegen, oder?

  • fsw
    fsw
    28. Februar 2013 bei 8:56

    Vielen Dank für Eure/Ihre Meinungen. Ehrlich gesagt bin ich bei diesem Thema hin- und hergerissen.

    Manche Dinge kann ich mir vorstellen – z.B. Überweisungen, bei denen man den Zahlungsempfänger aus seinen Facebook Kontakten auswählt, wie es die Rabobank oder die mBank umgesetzt hat. Ich glaube das könnte Bezahlvorgänge deutlich erleichtern (aus Kundensicht), denn man muss nicht zuerst die Kontonummer und BLZ des Zahlungsempfängers erfragen usw. Da diese Verfahren auch mit mTan & Co abgesichert sind und meistens keine anderen Daten wie z.B. Umsätze auf Facebook visualisiert werden, könnte ich mir vorstellen, dass hier die Skepsis der Kunden hinsichtlich IT-Sicherheit und Datenschutz weniger groß ist.

    Andere Sachen wie z.B. eine Online-Banking App auf Facebook inkl. Personal Finance Management kann ich mir heute – für mich persönlich – noch nicht vorstellen. Warum? Nun zum einen mache ich mittlerweile mindestens 75 % meiner Banking Transaktionen mit Smartphones & Tablets. Und das mit den FB Apps ist mobile ja noch so ne Sache. Zum anderen haben ich das Gefühl – und einige Kommentare auf Facebook bestätigen mich in der Ansicht – dass viele Menschen (zumindest aus meinem Umfeld) keinen Mehrwert darin sehen und sehr skeptisch sind in Bezug auf IT-Sicherheit und Datenschutz. Vielleicht ist es in Deutschland für so ein Thema einfach noch zu früh…

    Viele Grüße
    Franz Welter

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