Augmented Reality (AR): Wenn die Realität digital wird…

Veröffentlicht von Thomas Hochfeld / 8. März 2013 / / 1 Kommentar

Am 21. Februar 2013 kündigte das in puncto Augmented Reality (erweiterte Realität) weltweit führende Unternehmen Metaio eine Kooperation mit dem Mobiltelefon-Hersteller ST Ericsson an. Danach will ST Ericsson eine von Metaio entwickelte Hardware, die „AREngine“ in ihre Chips integrieren, wovon man sich leistungsfähigere Augmented Reality Darstellungen verspricht. Was Augmented Reality ist, wie sie sich entwickelt hat und in welchen Bereichen sie heute schon angewandt wird, zeigt dieser Beitrag.

Augmented Reality beschreibt die Anreicherung einer analogen Umgebung mit digitalen Informationen. Metaio entwickelt dafür Softwareprodukte für visuell interaktive Lösungen zwischen der virtuellen und der realen Welt, so dass sich digitaler Inhalt und realer 3-D-Inhalt nahtlos in die Kamerasicht des Nutzers integrieren lassen. Der CTO Peter Meier glaubt fest daran, „dass die „AREngine“ in Verbindung mit der Plattform vom ST Ericsson dazu beitragen wird, die Augmented City – die Idee einer komplett vernetzten und AR-gestützten Umgebungswahrnehmung – zu verwirklichen. Im folgen Video gibt Metaio einen überzeugenden Eindruck, was in einer Augmented City alles möglich sein kann.

Die einzelnen Meilensteine der Augmented Reality Entwicklung zeigt die folgende Infografik von Metaio.

Hervor gehoben wurden, neben der Unternehmensgründung von Metaio in 2003, die Digital Box vom Spielwarenhersteller LEGO in 2009, die Augmented Reality am Point of Sale (POS) integriert und mündet in der Aussage, dass in 2014 Augmented Reality in jedem Smartphone integriert sein wird. Thomas Alt, CEO von Metaio, ist der Meinung, dass „Augmented Reality die Benutzeroberfläche der Zukunft sein wird“. In seinem Vortrag bei der Augmented Reality Conference 2012 unterstreicht er die Bedeutung von Augmented Reality weiter durch folgende Zahlen:

  • 15 +   Chip- und Hardware-Hersteller
  • 50 +   Industrieunternehmen nutzen AR täglich
  • 100 +   professionelle AR Blogger und Journalisten
  • 200 +   Technik- und Marketing-Forscher
  • 500 +   Agenturen beschäftigen sich mit AR bei Markennamen
  • 2.000 +   Markennamen und Verleger nutzen gegenwärtig AR
  • 100.000 +   AR-Entwickler, unabhängig oder in einem Unternehmen tätig
  • 50 Mio. +   Verbraucher, die AR genutzt haben oder nutzen werden.

Die wohl bekanntesten Anwendungsbeispiele von Augmented Reality dürften die bereits oben erwähnte Digital Box des Spielwarenherstellers LEGO und der Produktkatalog der schwedischen Einrichtungskette IKEA sein. Aber auch individuelle Lösungen sind mit Augmented Reality möglich. So nutzt z.B. Mitsubishi Electric Cooling & Heating beim Verkauf von Klimaanlagen Augmented Reality und zeigt seinen Kunden, wie das Kühlgerät an der gewünschten Stelle im Raum aus unterschiedlichen Perspektiven aussehen wird.

Im Bereich Printmedien hatte das Magazin Stern in einer Ausgabe über Augmented Reality berichtet und darin verschiedene AR Effekte, wie z.B. bewegte Cartoons, dreidimensionale Animationen und Video-Interviews einbezogen.

In industriellen Produktionsunternehmen ermöglicht Augmented Reality die Visualisierung geplanter Anlagen im vorgesehenen Produktionsumfeld, die Einblendung von Arbeitsschritten auf einem Werkstück bis hin zur Messung von Abweichungen zwischen einem (virtuellen) CAD Modell und dem zugehörigen (realen) physischen Prototyp. Zum Beispiel wurde im Unternehmen MAN Diesel SE bei einem Austausch eines 30 Jahre alten Schiffsmotors die Installation vorher simuliert. Mit AR Technologie wurden Fotos des vorhandenen Szenarios genutzt, um den neuen Motor und dessen Befestigungselemente virtuell am Boden zu positionieren.

Die bereits heute möglichen Anwendungsbereiche von Augmented Reality sind zahlreich und facettenreich. Deren Vorteile liegen auf der Hand. Neben dem Überlassen zusätzlicher Informationen in vielfältigen Darstellungsformen, aber auch einer besseren Projektplanung in industriellen Produktionsunternehmen, kann auch die Kommunikation zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen effizienter werden, weil die Aufgabenstellung und verschiedene Lösungsansätze visualisiert werden können.

Wie sieht Ihre Realität aus? Ist sie (in Teilbereichen) schon augmented oder noch diminished?

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