Social Trading – Ist Tom wirklich der geilste?

Veröffentlicht von Maik Jost / 13. September 2013 / , / 1 Kommentar

Der Finanzsektor ist seit einiger Zeit um eine innovative Attraktion reicher – dem Social Trading.  Hierbei handelt es sich um soziale Handelsnetzwerke, in denen man die Anlagestrategien von anderen Personen per Mausklick kopieren oder sein eigenes Portfolio teilen kann. Auf solchen Plattformen treffen professionelle Anleger und Laien gleichzeitig aufeinander und können kommunizieren, zum Beispiel wie es Tom tut:

Wie in dem Video beschrieben wird es Nutzern von Plattformen wie ayondo, wikifolio, eToto &Co. ermöglicht, ohne großen Aufwand, Strategien von professionellen Tradern kopieren und an deren Erfolg teilzuhaben. Das Interessante dabei ist, dass nicht die Qualifikationen, Zertifikate oder besondere Kenntnisse entscheidend sind, sondern Dinge wie die Performance (Erfolg) oder die Anzahl seiner Follower. Sprich, je mehr Nutzer einem Trader vertrauen und ihm folgen, desto wertvoller scheinen seine Empfehlungen zu sein. Das kann allerdings Fluch und Segen zugleich sein. Es ist eine tolle Möglichkeit, sich als Profi langfristig zu beweisen und dabei ab einem gewissen Grad sogar Geld zu verdienen. „Je besser Ihre Performance und je mehr Anleger in Ihr wikifolio investieren, desto höher ist Ihre Erfolgsprämie„, so wird die Vergütungsmöglichkeit bei wikifolio beschrieben. Für Anleger ist es eine bequeme Art, sich schnell, kostengünstig und einfach die Performance eines professionellen Traders ohne großen Aufwand oder Beratung zu erzielen.

Das große Dilemma ist allerdings vorprogrammiert, wenn man sich dem falschen Händlern anschließt oder die eine oder andere Position mit enormen Hebel, sprich sehr hohem Risiko handelt und diese dann schwere Verluste mit sich bringt.  Gerade eine nach Wertpapierhandelsgesetz vorgeschriebene Dokumentation und fundierte Beratung soll Verbraucher davor schützen, zu hohe Risiken einzugehen, die man oft als Laie nicht einschätzen kann. Den Nutzern solcher Plattformen muss absolut klar sein, dass es sich hierbei um hoch risikoreiche Finanzprodukte handelt, bei denen die Chancen zwar sehr hoch sind, allerdings die Verluste bis zum Totalverlust gehen können. Hier noch einmal ein sehr anschauliches Video, wie Social Trading funktioniert:

Das Prinzip von sozialen Handelsnetzwerken scheint so einfach wie genial zu sein: Professionelle Händler verdienen Geld, indem sie ihr Wissen und erfolgreiche Wertpapier-Strategien mit anderen Nutzern teilen. Der Vorteil der Anleger liegt darin, an überdurchschnittlichen Renditen ohne großen Aufwand teilzuhaben. Das hört sich alles zu schön an um wahr zu sein und man sollte die sehr hohen Risiken nicht außer acht lassen. Mich interessiert, wie Ihre Meinung zu den Trend Social Trading ist. Was halten Sie davon?

 

 

Kommentare

Ein Kommentar

  • 18. September 2014 bei 15:06

    Social Trading ist eine gute Sache. Man sollte aber nicht blind den besten folgen sondern sich während dem Folgen Know How aneignen um besser verfolgen zu können was die Trader da machen und um die für sich besten Trader auszusuchen. Ambesten man verteilt sein Kapital auf 10-20 Trader um das Risiko eines Totalausfalls gering zu halten.

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