Nächster Halt: Digitales Geld

Veröffentlicht von Meike Boj / 19. November 2013 / , / 1 Kommentar

Letzte Woche berichtete mein Kollege Michael Merkel in seinem Blogbeitrag über die neuen Bezahlmöglichkeiten beim Paymentdienst Square. Vor drei Tagen ließ der Newcomer Coin in dieser Branche die FinTech-Welt beben: Das Startup-Unternehmen aus San Francisco ermöglicht es Kunden mit seiner neuen Technologie, unterschiedliche Kartenarten zu einer Karte zu vereinen.

Der Aufbau von Coin ist dabei denkbar einfach:

 

Die wahre Revolution ist gleich um die Ecke

sr-angley-handsCoin zeigt dabei wie nahe die Bankenbranche an einem neuen Ökosystem für digitale Zahlungen steht. Ist jetzt dadurch alles schon „schick“? Meiner Meinung nach nicht: Zuerst werden mehrere Karten in die App auf das Smartphone hochgeladen, um sie dann auf eine andere Karte herunterzuladen, um diese wiederum durch ein anderes Smartphone mit Kartenleser zu ziehen und das Alles um einfach nur zu bezahlen? Alles was wir jetzt noch tun müssten, ist das Stück Plastik in der Mitte zu eliminieren…

Wie klingt das für Sie, den ganzen Vorgang aus einer Menge von Karten und unterschiedlichen Kartelesern schlichtweg auf zwei Smartphones zu reduzieren? Wie lange wird es wohl noch dauern, bis Kunden fordern von Smartphone zu Smartphone zu bezahlen? Kunden werden die Entwicklungen erkennen und sich fragen: „Mein Smartphone verwendet meine Kreditkarten, mit meinem Smartphone erledige ich meine Banktransaktionen – warum kann ich nicht einfach mit meinem Smartphone auch bezahlen?“

Nächster Halt : Digitales Geld, digitale Zahlungen, digitale Geldbörsen

Firmen wie Square, Mitek oder Coin zeigen, wie nahe der Bankensektor an der Schwelle zu einer neuen Ära der Bezahlmöglichkeiten steht. Coin´s Kartenkonsolidierer stellt den Höhepunkt der bisherigen Entwicklungen der alten Paymentwelt dar. Wenn wir auf die Innovationen der letzten 15 Jahren im Bereich Banking schauen, ist klar zu erkennen, dass die Fortschritte größer waren, als alle Neuerungen der letzten 60 Jahre zusammengenommen. Den nächsten Halt auf der Strecke „Paymententwicklungen“ sind eindeutig digitale bzw. mobile Zahlungsmöglichkeiten.

Im Kern geht es darum, eine Lösung aufbauend auf einem Smartphone und einer App zu entwickeln, die bequem, einfach und sicher ist! Wenn wir doch nur einfach schon heute alle Entwickler und Vordenker von Square, Coin, Mitek, Visa, Mastercard und ein paar großen Banken in einen Raum sperren könnten…Sie wären sicher in der Lage gemeinsam ein praktikables mobiles Zahlungssystem zu entwickeln. Oder Apple würde sich entscheiden, die Welt und ihr Zahlungsverhalten mit einem iWallet und allem „Drumrum“ zu revolutionieren. 😉

Fazit

Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis mobile Payments im Alltag vollumfänglich verankert sind. Es wird immer Menschen geben, die aus Gründen der Gewohnheit, Nostalgie, Abneigung oder Misstrauen an den bisherigen Gepflogenheiten festhalten wollen. Egal was passiert und wie die Entwicklungen weitergehen – ich bin mir sicher, dass sich smarte Transaktionen, dynamische Geldgeschäfte und mobiles bzw. digitales Geld durchsetzen werden und bestehende Zahlungssysteme eine digitale Verschiebung durchleben werden. In Zukunft werden Händler ohne die Möglichkeit des mobilen Bezahlens  so out sein, wie heute Geschäfte ohne Kartenzahlungsmöglichkeiten.

Eines scheint dabei gewiss: Smartphones werden das Epizentrum der künftigen Entwicklungen bilden. Sie sind bereits mitten drin das Banking umzukrempeln. Die Entwicklungen im digitalen Zahlungsbereich sind (Gott sei Dank) nicht mehr aufzuhalten und werden wahrscheinlich schneller kommen, als wir ahnen. Ich freue mich darauf und bin gespannt, wer die Hauptakteure dabei sind und wann der entscheidende Zeitpunkt gekommen ist…

Kommentare

Ein Kommentar

Nachricht hinterlassen

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu hinterlassen.