NFC-Banking

Veröffentlicht von Tanja Kaufmann / 3. Dezember 2013 / Online-Banking / 0 Kommentare

Bankgeschäfte bequem und flexibel abwickeln – dafür steht Online-Banking. Moderne Technologien gewährleisten einen hohen Sicherheitsstandard und bieten dem Kunden zudem eine benutzerfreundliche Handhabung.

In Sachen Komfort ist das mobile TAN-Verfahren nicht zu schlagen. Überweisung ausfüllen, TAN anfordern – voilá. Allerdings ist das als sicher deklarierte TAN-Verfahren längst nicht mehr so sicher wie die wachsende Zahl der Betrugsfälle zeigt. Raffinierte Betrüger lassen sich immer wieder neue Tricks einfallen, die heißbegehrte mTAN abzufangen, um die Konten ihrer Opfer leerzuräumen. Dabei scheuen Sie nicht vor hohen Beträgen zurück, sondern nehmen ihre Opfer wie eine Weihnachtsgans aus.

Komfort oder Sicherheit? Genau hier besteht noch eine gewisse Diskrepanz. Beides zusammen lässt sich nur unter Kompromissen mit den komplexen Ansprüchen der Kunden vereinen, zumindest was das Internet Banking an sich betrifft.

Neben der mobilen TAN existieren zahlreiche weitere TAN-Verfahren, deren jeweilige Verfügbarkeit jedoch bankabhängig ist. Alternativen bieten z.B. das Sm@rtTANplus-Verfahren (ChipTAN) mit BankCard und Kartenleser, die photoTAN, bei der mittels Smartphone-App oder Kartenleser ein kryptographisches Bild ausgelesen wird, oder die QR TAN.
Expertenaussagen zufolge ist das sicherste TAN-Medium zurzeit das Sm@rtTAN-Verfahren, weil der Kartenleser weder manipuliert werden kann noch mit dem PC verbunden ist.
Mit dem Komfort hapert es allerdings hin und wieder. Von nicht erscheinender Flickergrafik, ewigem „Suche Anfang“ oder „Übertragung abgebrochen“ bis hin zu „TAN falsch“ und „Smart TANplus gesperrt“ – die kleinen Anwendungsprobleme machen für den einen oder anderen Nutzer das Online-Banking zu einer nervenaufreibenden Sache.

GFT Technologies AG hat in Zusammenarbeit mit der Universität Tübingen ein neues TAN-Verfahren entwickelt, basierend auf der Near Field Communication (NFC). Die Systematik ähnelt dem gängigen ChipTAN-Verfahren. Der wesentliche Unterschied:

  • es ist kein entsprechender Kartenleser erforderlich 
  • kein umständliches Hantieren mit den Browsereinstellungen und der Flickergrafik 
  • erheblich schnellere Ermittlung der TAN

Voraussetzung ist eine NFC-fähige Bankkarte und ein Smartphone, das die NFC-Technologie unterstützt. Beim NFC-Banking gibt der Kunde wie gewohnt seine Auftragsdaten ein, anschließend erscheint statt der Flickergrafik ein QR-Code. Dieser QR-Code wird via Smartphone und spezieller Bank-App gescannt. Im nächsten Schritt dient das Smartphone sozusagen als Kartenleser. Die Bankkarte wird kurz dagegen gehalten. Wenige Sekunden später erscheint die angeforderte Transaktionsnummer.

Ein weiterer Vorteil: zum Auslesen des Codes benötigt das Smartphone weder Empfang noch eine Internetverbindung. Dieses Verfahren bietet neben dem Anspruch an Komfort auch das entsprechende Sicherheitsniveau.

Ein ähnliches Sicherheitsverfahren macht sich auch der amerikanische IT-Gigant IBM im Bereich mobiler Transaktionen zu Nutze. Die neue Authentifizierungstechnologie verwendet ebenfalls den Übertragungsstandard der Near Field Communication. Um die gesicherte Transaktion abzuwickeln, hält man die NFC-Chipkarte ganz einfach an sein Smartphone. Nach der anschließenden Verifikation mit der PIN, generiert der Chip eine Transaktionsnummer, die per SMS zugestellt wird.

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