Die Zukunft des virtuellen Schaufensters

Veröffentlicht von Maik Jost / 2. Januar 2014 / / 0 Kommentare

Ich wünsche Ihnen ein frohes neues Jahr und beginne meinen ersten Beitrag im Jahr 2014 mit einem Blick in die Vergangenheit. Es ist nun fast genau drei Jahre her, dass ich Ihnen über das Windowtainment berichtet habe. Bei dieser Technologie handelt es sich um ein berührungsempfindliches Display, das sich beispielsweise zur Installation an Häuserfassaden eignet, um Informationen oder Produkte zu präsentieren. Aber wie sieht die Zukunft des virtuellen Schaufensters aus?

Ich möchte nun mit einem Video von Samsung den Bogen zur heutigen Zeit spannen, das uns Technologien mit transparenten und faltbaren Displays aufzeigt:

Das Video beschreibt wie sich Samsung den Alltag mit faltbaren und transparenten Displays vorstellt. Mit flexiblen und mit Sensoren integrierten Bildschirmen auf dem Kaffeebecher, riesigen Wanddisplays, faltbare Tischbildschirme, egal ob als Wecker, Schneidebrett oder berührungsempfindliche Autoscheiben wird das Internet in den Alltag eingebunden. Egal wo man sich befindet oder was man macht, man hat von überall Zugriff auf Informationen und Kommunikationsmedien. Ob und wie die vorgestellten Ideen umgesetzt werden ist sicherlich noch fraglich.

Man stelle sich diese Szenarien mal in der Finanz- und Dienstleistungsbranche vor. Beispielsweise ein kurzes Gespräch mit dem Berater wie es um die aktuellen Finanzen steht, während man seinen Kaffeebecher für die Arbeit richtet. Der Ernährungsberater ist direkt im Schneidebrett integriert und zeigt auf, welche Kalorienanzahl sich in dem gerade zubereiteten Essen steckt. Zudem entstehen ganz neue haptische und räumliche Möglichkeiten, Kunden zu beraten. Durch transparente Displays könnten Finanzpläne virtuell ganz neu präsentiert und der Kunde mit eingebunden werden. Das könnte wiederum dem Verbraucher helfen, komplexe Finanzprodukte besser zu verstehen.

So schön und simpel diese Einbindungen in den Alltag auch klingen und im Video aussehen, so stellt sich auch hier die Frage der Realisierbarkeit. Technisch gesehen ist bestimmt sehr vieles möglich und das auch schon in wahrscheinlich naher Zukunft, allerdings müssen die Technologien auch akzeptiert werden. Schulen oder öffentliche Einrichtung mit riesigen wandfüllenden Displays auszustatten, wäre bestimmt sehr teuer, wenn man sich mal die Preise für heutige OLED-Displays anschaut.  Das wird sich allerdings in Zukunft bestimmt ändern. Bei den heutigen Technologien wie Plasma- oder LED-Bildschirmen sind die Herstellungskosten relativ schnell gesunken und die Marktpreise gefallen. Ich kann mir gut vorstellen,  dass wir in einigen Jahren Displays jeglicher Art auf Schreibtischen, an Wänden oder Kaffebechern finden werden, wenn die Herstellungskosten sinken.

Die Entwicklung wird auf jeden Fall spannend bleiben und ich persönlich freue mich auf neue Medien und Technologien. Wie sehen Sie diese Entwicklung und was meinen Sie, wie werden faltbare und transparente Displays die Beratung in Finanz- und Dienstleistungsunternehmen verändern?

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