Bezahlen per Handschlag

Veröffentlicht von Tanja Kaufmann / 4. Februar 2014 / Innovationen / 0 Kommentare

…oder so ähnlich. Innovative Bezahlsysteme schießen wie Pilze aus dem Boden und revolutionieren die Plastikkartenwelt. Die mobilen Zahlverfahren sind breit gefächert – von mobile Wallets über mobile Point-of-Sales (Kassenterminals). Ob kontaktloses Bezahlen via NFC-Nahfunk oder komplett kartenlos, das gegenseitige Wettrüsten der Anbieter nimmt an Fahrt auf. So geht der nächste taktische Schachzug in Richtung biometrische Identifikations- und Authentifikationssysteme.

Vor einiger Zeit berichtete ich bereits über das biometrische Zahlungssystem PayTouch, bei dem die Fingerabdrucktechnologie zum Einsatz kommt. Der japanische Technologiekonzern Fujitsu hingegen setzt auf die innovative Palm Secure Technologie. Sie basiert auf der Authentifizierungstechnologie der Handflächenvenenmuster.

Biometrische Erkennungsverfahren zur Verifizierung und Identifizierung einer Person via Iris-Scan, Gesichtserkennung oder Fingerabdruck erfreuen sich nicht nur im Science-Fiction Genre größter Beliebtheit, sondern zählen längst zum Standardrepertoire größerer Unternehmen. Inzwischen gewinnen sie auch in anderen Bereichen zunehmend an Bedeutung. Einziges Manko: ihre Fehlerquote in puncto Genauigkeit, das Fälschungsrisiko und natürlich etwaige Sicherheitsbedenken.

Die Palm Secure Technologie soll Sicherheit auf höchstem Niveau gewährleisten und dazu noch schnell und komfortabel in ihrer Anwendung sein. In Japan und Brasilien sind einige Geldautomaten bereits mit dieser Technologie ausgestattet. Über einen Venen-Biometrie-Sensor wird mittels einer Infrarotkamera die komplexe Venenstruktur der Handfläche gescannt. Hierbei werden über 5 Mio. Messpunkte berücksichtigt, die das einzigartige Handvenenmuster jedes Einzelnen von uns ausmacht.

Mit dieser Art der Authentifizierungstechnologie will Fujitsu nun den Point-of-Sale revolutionieren. Bezahlt man zum ersten Mal in einem Geschäft, erfolgt zunächst die Registrierung an einem speziellen Terminal per Hand-Scan. Im nächsten Schritt verknüpft der Kunde sein Handvenenmuster mit der Kreditkarte seiner Wahl und gibt statt einer PIN seine Telefonnummer ein. Beim nächsten Einkauf im selben Geschäft ist die Kreditkarte schon hinterlegt.

Der sogenannte „Pulse Wallet“ macht die eigene Hand zum ultimativen Zahlungsmittel.

 

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