FinovateEurope 2014 – Nachlese

Veröffentlicht von Franz Sebastian Welter / 12. Februar 2014 / , / 4 Kommentare

Tja was soll man nun vom diesjährigen Event halten? Die Finovate ist (bzw. war?) zweifellos die beste Veranstaltung, wenn es um Innovationen in der Finanzdienstleistungsbranche geht. Das Format weiß zu überzeugen. Viele Unternehmen präsentieren in 7 Minuten ihre Innovation. Powerpoint Slides sind verboten. Gezeigt werden Demos, Prototypen oder fertige Produkte. Nach einigen Sessions gibt es eine Pause zum Netzwerken und man kann mit den Firmen und Start-Ups in Kontakt kommen. Das ganze findet Mitte in London unweit vom Tower Of London in einer richtig schönen Location statt. Also eigentlich alles gut?

Die letzten Jahre war die Finovate zweifellos die beste Veranstaltung, wenn es um Innovationen in der Finanzdienstleistungsbranche ging. Es waren eigentlich immer überraschende Sessions dabei, die inspirierten und Spaß gemacht haben. Dieses Jahr war es zum ersten mal so, dass mir dieses Gefühl über weite Strecken fehlte und ich die Finovate mit gemischten Gefühlen verlasse (an dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich etwas früher gehen musste und nicht alle Sessions sehen konnte). Es wurden zwar weiterhin innovative Geschäftsmodelle vorgestellt und hier und da waren auch richtig gute Sessions dabei, aber nicht mehr das total überraschende, was die Finovate für mich in den letzten Jahren so interessant gemacht hatte. Viele innovative Player fehlten… Sei es Holvi (die ich persönlich sehr gerne gesehen hätte), die Fidor Bank, Moven, Simple, eTorro, Cardlytics… Auch wenn dafür viele neue Firmen ihre Ideen und Produkte präsentierten, fehlte der Überraschungsmoment. In den meisten Präsentationen ging es um Themen wie Personal Finance Management (für Privat- und Firmenkunden), Fraud-Detection, Mobile Payments, Mobile Banking, Kernbanken- und Content-Management-Systeme, Dokumenten-Sharing.

Trotz dieser fehlenden Überraschungsmomente war die Finovate auch dieses Jahr wieder ein Highlight. Insbesondere deshalb, weil mehr Vertreter aus Deutschland anwesend waren und sich langsam ein Netzwerk entwickelt. Und so waren die persönlichen Gespräche und neuen Kontakte mein Highlight der Finovate 2014. Und für nächstes Jahr hoffe ich wieder auf mehr überraschende Innovationen….

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Kommentare

4 Kommentare

  • 12. Februar 2014 bei 17:36

    franz weisst du woran es liegt?
    deine ansprüche sind gestiegen und du hast selber so viele gute ideen entwickeln können, dass dich auch die anderen nicht mehr so überraschen können.

    es ist wasser in allen töpfen – sieh es als kompliment, dass sie dich nicht mehr flashen

  • 12. Februar 2014 bei 19:06

    Lieber Franz,

    herzlichen DANK für Deinen Bericht und die offenen Worte.

    Meine Botschaft ist simple! Lass uns selbst sowas in Deutschland machen! Gerne nehme ich es in die Hand, wenn noch ein paar weitere innovative Mitgestalter mit dabei sind.

    Wir (in der BIG) haben mittlerweile ein tolles Netzwerk an innovativen Banker, an Geldgebern für Startups, an Sponsoren, an Medienpartner, etc. – es fehlt an nichts!

    Wer ist mit dabei?

    Just do it!

    Axel

  • 13. Februar 2014 bei 15:54

    Allein für die Gespräche war London eine Reise wert.
    Aber in der Tat fehlte den Präsentationen ein wenig die Frische.

  • fsw
    fsw
    14. Februar 2014 bei 8:59

    Vielen Dank für Eure netten Kommentare 🙂
    Von mir aus können wir über eine eigene Veranstaltung nachdenken… 😉

    VG und euch allen ein schönes Wochenende,
    Franz

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