Content Marketing – die Wunderwaffe?

Veröffentlicht von Anja Gempler / 22. Februar 2014 / , , , , , / 0 Kommentare

Content-Marketing sei die Zukunft. Sagen zumindest die einen. Die anderen sagen, dass es schon immer dazugehört habe.

Wikipedia sagt:

„Content Marketing ist eine Marketing-Technik, die mit informierenden, beratenden und unterhaltenden Inhalten die Zielgruppe ansprechen soll, um sie vom eigenen Unternehmen und seinem Leistungsangebot oder einer eigenen Marke zu überzeugen und sie als Kunden zu gewinnen oder zu halten.“

Es ist also etwas anderes als das klassische Marketing. Und besser? Wir kennen alle die Anzeigen in den Vereinszeitschriften, Banner, Werbegeschenke, Plakate am Bahnhof, TV Spots etc. Was keinesfalls schlecht ist, sondern weiterhin eine hohe Relevanz hat – wenn zeitgemäß und auf die Zielgruppe abgestimmt. Content-Marketing wird jedoch zunehmend beliebter und bereits als „Hype“ definiert. Doch was ist das Besondere daran? Ist es wirklich so neu? Und so besonders?

Diese Frage wurde auch 68 Online-Experten auf ranksider.de gestellt. Gerne möchte ich mit wahllos herausgegriffenen drei der 68 Meinungen unsere kleine Reise zum Wesen des Content-Marketing beginnen:

Tobias Rimbach, Geschäftsführer der Multimedia Internet Services GmbH:

Content Marketing ist die Zukunft, in keiner anderen Werbeform kann ich dem User so viele themenrelevante Infos über mein Produkt oder meine Webseite zukommen lassen wie im Content Marketing. Noch dazu steigern Testberichte oder Reviews unabhängiger Personen das Vertrauen und die Kaufbereitschaft für Produkte.

Carsten Hinrichs von Hinrichs Medien:

Wer seinen Job richtig macht, der hat auch schon vor dem Hype alles daran gesetzt, langfristige und gute Inhalte zu schaffen. Das Kind hat nun einfach einen Namen bekommen: Content-Marketing.
Guter Content ist die Zukunft. Marketing ist die Zukunft. War es aber schon immer.

Constantin Rehberg, SEO bei SEO-United.de:

Den Hype kann ich nicht ganz nachvollziehen. Im Grunde war es schon immer die Zukunft, besseren Content anzubieten und diesen sinnvoll zu verteilen, als der Wettbewerb dies tut.

Dennoch gilt auch bei zukünftigen Entwicklungen, dass guter Content alleine nie ausreichen wird. Man muss diesen immer sinnvoll verteilen und an die Masse bringen. Sprich, gut heißt für den Konsumenten gut verdaulich bzw. sehr gut auf seine Bedürfnisse passend.

 

Content-Marketing ist also nicht so neu, wie man im ersten Moment denkt. Auf der Suche nach mehr Content 🙂 zum Thema bin ich auf eine sehr ausführliche Darstellung gestoßen. Aufgesang Online-Marketing berichtete aktuell am 03. Januar des neuen Jahres über das Thema. Eine solch detaillierte Ausführung möchte ich Ihnen an dieser Stelle allerdings ersparen und lediglich auf die für mich wesentlichen Facts eingehen.

Zunächst aber möchte ich Ihnen mit dem folgenden Video die doch schon lange Vergangenheit des Content-Marketing präsentieren – also doch nicht so neu wie gedacht.

 

Eine einheitliche Definition des Begriffes Content-Marketing scheint es nicht zu geben. Das sieht man unter anderem an den zahlreichen Kommentaren zum Thema auf ranksider.de. Dabei ist nicht ganz klar, wo die Grenzen von Content-Marketing liegen bzw. was alles Teil davon ist bzw. wovon Content-Marketing selbst ein teil ist. Die einen sehen darin auch Elemente des Seedings (dt. Verbreiten, Streuen, Säen; steht für die gezielte Erstplatzierung einer Botschaft oder eines Produktes auf relevanten, hochfrequentierten Plattformen) z.B. Social Media Marketing und SEO (Search Engine Optimization; Suchmaschinenoptimierung). Aufgesang Online Marketing sieht Content-Marketing als elementaren Teil der Unternehmenskommunikation im Zentrum einer ganzheitlichen Inbound-Marketing-Strategie.

Diese umfasst eine Konzeption, Produktion und Veröffentlichung von Content und mündet in dem Prozess des Seedings.

Content-Erstellungs

Die kostenlosen Inhalte finden sich in Form von Blogbeiträgen, Infografiken, Software, Spielen, Tests, Whitepaper, E-Books,…

Bei der Content-Konzeption stellt man sich die Frage, „wie“ man „wen“ und „warum“ erreichen will. Es ist also wichtig, sich über die Ziele und die Zielgruppe klar zu werden und mit welchen Mitteln diese erreicht werden kann.
Eine genaue Definition und Fokussierung seiner Ziele ist daher entscheidend, um zu wissen welche Inhalte weitergegeben werden. Olaf Kopp von Aufgesang Marketing unterscheidet drei Ziele, die sich gegenseitig nicht ausschließen :

– PR- und Marketing-Ziele
– Erzeugung von Backlinks              –> Linkeratis
– Erzeugung von Social-Buzz          –> Network Hubs

Die wichtigste Zielgruppe dabei sind die „Neukunden“. Je nach operativem Ziel unterscheidet Olaf Kopp als Zielgruppe zudem die Linkeratis und die Network Hubs.

Content-Seeding erfolgt zumeist über eigene Kanäle wie Facebook, Google+, Twitter, Webseite oder Blog. Diese aktive Verbreitung soll letztendlich in einem Empfehlungsmarketing (Word of Mouth) münden. Zunächst können potentielle Multiplikatoren aber auch persönlich angesprochen werden (Pre-Seeding). Veröffentlichungen auf Fremdmedien vollenden das Ganze.

Wie bereits erwähnt, gehört Content-Marketing für viele Experten zu einer ganzheitlichen Inbound-Marketingstrategie. Dies ist eine Strategie, die auf gute Inhalte setzt, und die Kunden dort abholt, wo sie sich bewegen. Dabei sind interdisziplinäre und abteilungsübergreifende Teams sehr wichtig – was in vielen Unternehmen komplett andere Denkstrukturen voraussetzt.

Content-Marketing soll Emotionen wecken und einen qualitativen Erstkontakt generieren. Dadurch sollen Kunden begeistert werden. Langfristig wird die klassische Push-Werbung erst an zweiter Stelle stehen.

„Kunden begeistern“ – wahrscheinlich nicht nur in der Finanzbranche eines der obersten Ziele, die gesetzt werden. Einen Mehrwert zu geben bedeutet also auch, den Kunden mehr Inhalte zu bieten. Und das ist bereits heute extrem wichtig.

Content is King, aber Wunderwaffe?

Wie ist Ihre Einstellung zum Thema? Spielt Content für Sie eine wichtige Rolle als Verbraucher?

 

 

Kommentare

Keine Kommentare

Nachricht hinterlassen

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu hinterlassen.