Bitcoin ist tot – Lang lebe Bitcoin!

Veröffentlicht von Michael Merkel / 19. März 2014 / , , / 1 Kommentar

Um die Cryptowährung Bitcoin ist es in letzter Zeit alles andere als ruhig. Fast täglich sprießen neue News wie Unkraut aus dem Boden. Der Verlust von 850.000 Bitcoins und die damit einhergehende Insolvenz einer großen Handelsplattform, gehackte Bitcoin-Börsen, extreme Kursabstürze und ein angebliche entlarvter Bitcoin-Erfinder, sind nur einige Beispiele dafür. Fast täglich werden neue Details der virtuellen Währung bekannt. Die Währung steht aktuell sicherlich nicht im besten Licht. Beobachtet man den Kurs, hatte dieser auch schon bessere Tage (aktuell: ca. 452 €/Bitcoin, November 2013: ca. 715€/ Bitcoin).

btckursQuelle: www.bitcoin.de

Doch trotz dieser Krise verkündete der Hersteller des weltweit ersten Bitcoin-Automaten eine Ausweitung des Geschäftsgebietes durch Auslieferung weiterer Automaten.

Bisher war ein großes Problem aus meiner Sicht die Beschaffung der Bitcoins, welche sich nicht so einfach darstellt wie in einer anderen Währung. Man musste sich erst einmal im Internet einlesen um zu erfahren wie man am besten an die „Bit-Münzen“ kommt. Normalerweise registriert man sich anschließend bei einem mehr oder weniger vertrauenserweckenden Bitcoin-Marktplatz, sucht sich ein passendes Angebot und kauft die Münzen einer anderen Person ab. Die Transaktion der Bitcoins erfolgt besipielsweise per Überweisung in Euro an den Verkäufer. Die Bitcoins erhält man gutgeschrieben, sobald der Verkäufer den Erhalt des Geldbetrages bestätigt. Des Weiteren muss man sich danach einen weiteren Dienstleister suchen, der eine virtuelle Geldbörse (Bitcoin Wallet) bereitstellt. Diese Geldbörse ist notwendig um die Währung zu lagern oder Transaktionen mit anderen Benutzern durchzuführen.

Dieses etwas umständliche Verfahren hielt mit Sicherheit bisher einige „Otto-Normalbürger“ davon ab (mal von den oben aufgeführten aktuellen Schlagzeilen abgesehen), sich solch eine Währung zu beschaffen. Durch die Automaten wird aber auch diese Hürde deutlich niedriger und ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere, der sich bisher noch nicht getraut hat, doch mal den Schritt zum Automaten wagt, um sich eine paar „Digitale Münzen“ zu beschaffen.

Die Auslieferung der Automaten erfolgt noch in diesem Monat unter anderem nach Irland, Israel, Singapur, Japan, Tschechien, Australien, Großbritannien und verschiedene Bundesstaaten in den USA. Die Automaten funktionieren ähnlich wie herkömmliche Bank-Geldautomaten. Man kann Bargeld in Bitcoins eintauschen oder auch Bargeld mit Hilfe von Bitcoins abheben. Um neuen Nutzern es so einfach wie möglich zu machen, besteht zudem die Möglichkeit direkt am Automaten eine Wallet(Brieftasche) zu generieren.

Die Idee einer unabhängigen verschlüsselten Währung ist aus meiner Sicht immer noch eine geniale Idee. Oft haben jedoch Innovationen anfänglich mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Im Fall der Bitcoins sind dies die Bitcoin-Marktplätze, die immer wieder für Schlagzeilen durch z.B. gehackte Nutzerkonten sorgen. Vielleicht wird sich auch dieses Problem mit der Zeit erledigen. Es bleibt weiterhin spannend wie es mit der virtuellen Währung weitergeht.

Kommentare

Ein Kommentar

  • 19. März 2014 bei 9:28

    Das Problem bei Bitcoin ist nicht mal die Neuartigkeit des „virtuellen“ Geldes. Das Problem liegt viel mehr im Algorithmus des Bitcoin-Systems selbst. Durch die Begrenzung der Gesamtmenge ist eine Spekulationsblase unumgänglich, ebenso führt die immer länger werdende Transaktions-Chain über kurz oder lang zu einer Zentralisierung, da einzelne Clients die Datenmengen gar nicht mehr sinnvoll verarbeiten können.

    Ich habe zu dem Thema auch schon einen Beitrag bei mir Blog veröffentlicht: http://www.forextotal.de/2013/04/23/bitcoin-gefahren-der-virtuellen-wahrung/

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