Remote-Apps für die Kreditkarte

Veröffentlicht von Maik Jost / 5. Mai 2014 / , , / 0 Kommentare

Das Bezahlen per Kreditkarte ist eine der gängigsten Methoden weltweit um Einkäufe zu tätigen. Um den Einsatz mit Kreditkarten noch sicherer zu gestalten, bieten einige Unternehmen Apps an, die es ermöglichen per Smartphone die eigene Kreditkarte ständig zu überwachen und gegebenenfalls zu sperren oder zu entsperren. Quasi eine Art Fernbedienung für Kreditkarten.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen zwei Unternehmen vorstellen, die sich genau auf diese Art der Überwachung von Kreditkarten spezialisiert haben.

Die Erste Anwendung heisst ondot. Das Unternehmen wirbt in seinem Video mit der Card Control-App und zeigt die Einsatzmöglichkeiten wie beispielsweise, das Einrichten von Limits, Warnungen und Benachrichtigungen bei Bezahlungen mit der Karte. Ebenso ist es möglich, die Umgebung zu bestimmen, in der die Karte eingesetzt werden kann. Sprich wenn man beziehungsweise das Smartphone sich außerhalb dieser Umgebung aufhält, ist ein Bezahlen per Kreditkarte unmöglich, da diese gesperrt ist:

Eine weitere Anwendung, die ähnlich funktioniert ist redgiant. Bevor eine Kreditkarte zum bezahlen verwendet werden kann, ist es notwendig, sie zuerst mit Hilfe der App zu entsperren. Genau wie bei ondot bekommt man nach jeder Bezahlung den Beleg auf das Smartphone geschickt. Bei redgiant ist es zusätzlich möglich, die Einkäufe zu kategorisieren und beispielsweise geschäftliche und private Einkäufe zu trennen:

 

Der Vorteil dieser beiden Apps liegt darin, ständig und überall über den Einsatz der eigenen Kreditkarte informiert zu sein. Auch ist keine Aufbewahrung der Abrechnungszettel mehr nötig, da dieser direkt mit der Bezahlung auf das Smartphone gesendet wird. Missbrauch und Betrug können mit Hilfe solcher Anwendungen verringert werden, da der User sofort informiert wird, wenn die Kreditkarte an einem entfernten Ort zum Einsatz kommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass das eigene Konsumverhalten mit Hilfe von selbst gesetzten Tages- oder Wochen-Limits kontrolliert werden kann.

Problematisch ist allerdings, dass bei beiden Anwendungen die eigene Bank dem Einsatz dieser Dienste zustimmen muss. In diesem Fall wäre es hierzulande nicht die Bank selber, sondern der Karten ausgebende Dienstleister. Dadurch dass diese Apps nicht von Banken angeboten werden, ist auch zu erwähnen, dass die Kreditkartendaten eventuell Dritten in die Hände fallen können. Dieses Risiko ist im Bezug auf den Datenschutz sehr kritisch zu betrachten. Der Einsatz von Kreditkarten in Deutschland ist im Vergleich zu den USA nicht so hoch. Zwar nutzen bereits viele Menschen das Bezahlen per Kreditkarte online, jedoch wird häufig die EC-Karte oder Bargeld vor Ort bevorzugt. Das liegt auch daran, dass relativ viele Händler meistens aus Kostengründen keine Kreditkarten akzeptieren.

Eine meiner Meinung nach sehr interessante Lösung wäre es, die Idee dieser beiden Dienste in die bereits bestehenden Banking-Apps zu integrieren. Der Kunde könnte neben den gewohnten Möglichkeiten der Umsatzabfrage, Transaktionen oder der GAA-Suche auf einen weiteren Service zurückgreifen. Im Falle eines Diebstahls der Karte im Urlaub oder bei kurzfristigem Nicht-Auffinden der Karte an Wochenenden, wäre es ein Mehrwert die Kreditkarte vorübergehend schnell einfach zu sperren und wieder entsperren zu können.

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