payfriendz – hell ¥€$!

Veröffentlicht von Maik Jost / 30. Juli 2014 / , / 3 Kommentare

Logo

Bild: www.payfriendz.com

Anmelden, IBAN, BIC und Betrag eingeben. Mit einer TAN bestätigen und die Überweisung wird erfolgreich durchgeführt. Das war gestern! Mit Anwendungen wie payfriendz ist eine Überweisung nicht komplizierter als eine SMS.

Payfriendz ist eine Anwendung, die es dem Nutzer ermöglicht Geld in Echtzeit, kostenlos und weltweit zu empfangen und zu versenden. Das Ganze ist dabei so einfach und simple wie SMS schreiben, verrät  Andreas Rührig, Mitgründer der Mobile-Payment-App in einem Interview. Bei der Transaktion gibt es keine Länderrestriktionen. Das bedeutet, dass Geld in jedes beliebige Land transferiert werden kann. Aktuell stehen dabei drei Währungen zur Verfügung: Euro, Pfund und US-Dollar. Yen, türkische Lira und auch Bitcoin sollen zeitnah folgen. Während die Transaktionen in gleicher Währung kostenfrei sind, wird bei Umwandlung in eine andere Währung 1 Prozent Gebühr fällig.

Der große Vorteil solcher Payment-Apps ist die einfache Bedienbarkeit. Das payfriendz- Konto wird über eine Banküberweisung oder über ihre Kreditkarte aufgeladen. Der Nutzer muss anschließend nicht wie üblich Kontonummer und Bankleitzahl mühsam bei seinen Bekannten erfragen, sondern wählt den Empfänger einfach anhand seines Adressbuches im Smartphone oder sogar aus der Freundesliste in Facebook  aus. Überweisungen sind auch an Personen möglich, die kein payfriendz-Konto besitzen. Der Empfänger bekommt dann eine SMS mit dem Link zum Download der App. Vergisst ein Bekannter seine Auslagen zu begleichen, kann dieser zudem noch per integrierten Chat in der App daran erinnert werden.

Gegenüber anderen mobilen Payment-Lösungen bietet payfriendz seinen erwachsenen Nutzern die Möglichkeit einer virtuellen Kreditkarte an. Mit dieser kann man wie mit einer gewöhnlichen Kreditkarte online einkaufen und bezahlen. Sie besitzt eine Kartennummer inklusive dreistelligem Sicherheitscode.

Es gibt auch einige Nachteile bei der Anwendung. Beispielsweise können Nutzer pro Transaktion maximal 500 Euro überweisen. Insgesamt gilt sogar ein Jahreslimit von 2.500 Euro. In Hinblick auf die Themen Geldwäsche und Datenschutz sollte man Anwendungen wie payfriendz & Co. sicherlich kritisch hinterfragen. Dadurch, dass keinerlei Sicherheitsstufen wie beispielsweise TAN-Verfahren benötigt werden, sind solche Payment-Apps in Hinblick auf die heutigen Sicherheitsstandards deutlich risikoreicher. Eine Hürde in der gesellschaftlichen Etablierung stellt sicherlich auch die Skepsis der Kunden gegenüber mobilen Payment-Lösungen dar. In Ländern wie Deutschland zweifeln nach wie vor viele Menschen an der Sicherheit neuer Bezahlmethoden.

Die Anwendung eignet sich meiner Meinung nach sehr gut, um sich innerhalb eines Freundeskreises untereinander schnell und einfach Geld zu leihen oder zurück zu zahlen. Durch die Gutschrift in Echtzeit und der Möglichkeit der weltweiten Nutzung, könnten diese Anwendungen gerade junge und onlineaffine Kunden ansprechen. Welchen Mehrwert oder Gefahren sehen Sie in Anwendungen wie payfriendz?

Kommentare

3 Kommentare

  • 30. Juli 2014 bei 12:59

    Da stellt sich mir die Frage nach dem Geschäftsmodell. Womit verdienen die dann Geld, wenn alles kostenlos ist (außer dem Wechselkursaufschlag)?

  • MTJ
    MTJ
    30. Juli 2014 bei 13:39

    Guten Tag Herr Hommel und danke für Ihren Kommentar. Aktuell erzielt payfriendz Erträge aus dem transaktionellen Geschäft (hierzu auch ein Interview von Boris Janek http://www.financezweinull.de/finterview-payfriendz/). Ich kann mir allerdings vorstellen, dass das aktuelle Geschäftsmodell vor allem darauf abzielt, möglichst viele User zu generieren, um einen Vorsprung gegenüber anderen mobilen Payment-Diensten, die in den Markt dringen wollen, zu erzielen.

    Freundliche Grüße,
    Maik Jost

  • Bob Barker
    21. August 2014 bei 14:31

    Nach durchsicht der AGBs und der FAQs frage ich mich vor allem nach den Sicherheit meines Geldes , z.B. bei Insolvenz der Firma?
    Einlagensicherungsfond?
    Die Firma ist ein Limited in Großbritannien, es gibt einen verweis auf irgendein e-Money-Gesetz, aber mit als Normalbürger sagt das nichts.

Nachricht hinterlassen

Sie müssen eingeloggt sein, um einen Kommentar zu hinterlassen.