Schneller bezahlen in der Schweiz?

Veröffentlicht von Thomas Hochfeld / 21. Oktober 2014 / , / 0 Kommentare

Wer möchte, kann seit Juli dieses Jahres in der Schweiz seine Einkäufe mit dem Smartphone begleichen. Wie Apple Pay setzt „Tapit“ auch auf die Technik NFC. Jedoch mit einem entscheidenden Unterschied.

In unserem Blog haben wir schon viele „Mobile Payment“ Anbieter vorgestellt. Bisher durchgesetzt hat sich davon aber noch keiner. Durch die Vorstellung von Apple Pay rückt die digitale Brieftasche nun aber mehr in das Bewusstsein der Menschen. Doch es gibt noch weitere Anbieter, die den Markt mit ihrer Idee des „Mobile Payment“ aufmischen möchten.

Wie von anderen Anbietern bekannt, dient bei der Schweizer Plattform „Tapit“ wieder die NFC-Technik als Grundlage. Auch gibt es eine eigene App, in welche man seine Kreditkarte(n) integrieren kann. Aktuell gibt es nur zwei Anbieter, deren Kreditkarte dies unterstützen. Auch die Liste der unterstützen Geräte ist mit 25 Stück (Stand 9.10.2014), alle aus der Android-Welt, noch recht kurz. Wie auch schon die Deutsche Telekom mit MyWallet und Vodafone mit Smartpass, ist für die Benutzung von „Tapit“ noch eine spezielle NFC SIM-Karte notwendig. Im Gegensatz zu Apple Pay ermöglicht dies aber auch einen Bezahlvorgang, wenn der Akku mal leer sein sollte. Beträge bis 40 Schweizer Franken können so einfach durch das Halten des Smartphones nahe der Kontaktfläche des Kartenterminals beglichen werden. Beträge darüber erfordern zusätzlich noch eine Eingabe einer Pin oder eines Passwortes.
Das Thema Sicherheit wird natürlich auch groß geschrieben. Laut „Tapit“ weist die NFC Sim-Karte die „gleichen sicherheitstechnischen Merkmale auf, wie der Chip auf einer Kreditkarte“. Bei Verlust des Smartphones kann die SIM über eine Hotline gesperrt werden. Die Kreditkarten müssen aber bei dem Anbieter separat gesperrt werden.

Doch was macht Tapit anders als die Lösungen der Deutschen Telekom oder Vodafone?

„Tapit“ ist eine gemeinsame Plattform aller drei Mobilfunkanbieter in der Schweiz (Swisscom, Orange & Sunrise). Als kreditkartenausgebende Banken zum Start stehen die Cornèr Bank AG (VisaCard) und die Aduno Gruppe (MasterCard) bereit. Die Plattform ist auch so ausgelegt, dass später Kundenkarten bzw. Treuekarten oder auch Zugangskarten hinterlegt werden können. „Tapit“ wird als „unabhängige“ Plattform beworben und soll in „Kooperation mit der Finanzindustrie laufend weiterentwickelt werden“ (so die Pressemitteilung vom 1. Juli 2014).
Sollten diesen Versprechungen Taten folgen und auch eine erfolgreiche Integration in die Apple Welt gelingen (angekündigt für Ende 2014), könnte hier eine interessante Alternative entstehen. Dass diese Lösung nach Deutschland kommt, ist ob der Konstellation der Partner aktuell nicht vorstellbar, aber vielleicht regt sie unter den deutschen Mobilfunkunternehmen an, ihre Kräfte zu bündeln.

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