Just Do It!!!

Veröffentlicht von Meike Boj / 4. Februar 2015 / / 1 Kommentar

Während Googles damaliger CEO Eric Schmidt vor fast fünf Jahren die Devise “Mobile first” ausgab, dürfte sich die Frage nach der Bedeutung von Mobile unterdessen selbst beantwortet haben. Wie der PC und das Internet zuvor, startete auch das Smartphone 2007 zunächst einmal als Spielzeug, dem einige Visionäre das Potenzial für eine wirtschaftliche Relevanz absprachen.

Das fortschreitende digitale Zeitalter führt zu einem Wandel des bestehenden Verständnisses von Kunden, Geschäftsbeziehungen und Wertschöpfungsketten. Über die Freizeitnutzung hinaus nimmt die Digitalisierung und insbesondere der Trend „mobile first“, eine tiefgreifende Auswirkung auf zahlreiche Geschäftsmodelle und die Gestaltung von Prozessen. So auch auf das Geschäftsmodell von uns Banken. Genau aus diesem Grund haben mich die folgenden Folien von Andreesen Horowitz nicht mehr losgelassen:

Internet und mobile Endgeräte spielen im Alltag der Menschen eine zentrale Rolle und verändern das Informations- und Kaufverhalten der Kunden – auch bei Bankgeschäften. Die rasante technische Entwicklung führt zu einer massiv steigenden Erwartungshaltung der Kunden gegenüber ihren Banken. Kunden erwarten Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit auf neuestem technischen Stand. Darüber Hinaus verlagern sich die Kundenkontaktpunkte für Finanzfragen zunehmend außerhalb der Bankensphäre und außerhalb der Bankfilialen. Informations- und Vermittlungsportale stellen sich zwischen Kunde und Bank (z. B. „Check 24“). D. h. Banken laufen Gefahr, den Kundenzugang zu verlieren und in die reduzierte Rolle des „Produktlieferanten“ gedrängt zu werden.

Soweit so gut- oder lieber so schlecht? Beim Schreiben dieses Artikels muss ich zugeben, dass ich echt mit mir ringe! Ich bin genervt, verärgert und enttäuscht gleichzeitig. Das worüber ich schreibe ist nichts Neues. Ich frage mich echt, was noch passieren muss….?? Zahlreiche deutsche und internationale Bloggerkollegen, meine Kollegen hier aus der InnovationsWerkstatt und ich schreiben immer wieder über diese Themen. Wir – damit meine ich die Bankenbranche- kennen dieses Thema. Schon länger. Schon viel länger als zwei oder drei Jahre. Dennoch gelingt es uns nicht oder nur wenig den Dingen aktiv entgegenzuwirken. Stattdessen sehen wir zu, wie wir Banken weiter in die reduzierte Rolle des „Produktlieferanten“ gedrängt werden und sich immer mehr Startups mit Erfolg zwischen uns und unsere Kunden drängen. Mann!!!! Wir müssen dringend handeln! Heute! Jetzt!  Lasst uns zusammen die Digitalisierung konsequent angehen, indem wir diese in den Fokus unserer Unternehmensentwicklung stellen. Das Wichtigste: Lasst uns von Kunden lernen! Und lasst uns Fehler machen! Lasst uns gemeinsam Kompetenzen aufbauen und mit den Fintechs dieser Welt kooperieren! Und lasst uns einfach viel schneller werden!

Just do it!

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