Kurz notiert: Optimize your social life

Veröffentlicht von Thomas Hochfeld / 28. April 2015 / , , , / 0 Kommentare

In Zeiten hoher privater, sowie beruflicher Belastung ist das Thema Work-Life-Balance wieder stark in den Fokus gerückt. Die sogenannte „Quantified-Self-Bewegung“ (Selbstvermesser) nimmt sich diesem Thema, bewusster und gesünder zu leben und dadurch einen Ausgleich zu schaffen, schon seit längerer Zeit an. Es gibt auch schon Dienstleister, die dieses gesündere Leben mit günstigeren Versicherungsleistungen verknüpfen wollen.

Die meisten Apps auf dem Markt befassen sich mit dem Thema der gesünderen Ernährung, der Aufzeichnung der sportlichen Betätigung oder eigenen Körperfunktionen. Die neue App „pplkpr“ (people keeper) geht hier andere Wege und bietet Ihnen Unterstützung in seelischer Sicht. Haben Sie sich denn schon einmal gefragt, wer Ihrer Freunde (auch Social Media Freunde) Ihnen gut tut oder Ihnen den letzten Nerv raubt? Mit welchem Kollegen können Sie auch privat etwas unternehmen, bei welchem sollten Sie das lieber lassen? Hier möchte die App helfen. Im Idealfall besitzt man zusätzlich zu der App noch einen Herzfrequenzmesser. Dieser tauscht sich mit der „pplkpr“ aus und analysiert die Veränderungen im Herzschlag. Gibt es eine größere Veränderung meldet sich die App und fragt, wen man gerade getroffen hat und wie man sich gerade fühlt. Die im Hintergrund arbeitenden Algorithmen speichern dies ab und analysieren, wie sich der Pulsschlag bei bestimmten Emotionen verhält. Sollte man keinen Herzfrequenzmesser haben, wird man gebeten, nach jedem persönlichen Kontakt ein paar Fragen zu seinen Gefühlen zu beantworten. So entwickelt sich nach und nach ein Ranking der eigenen Freundschaften. Aus diesen ganzen Daten zieht „pplkpr“ dann Konsequenzen und empfiehlt Ihnen, Kontakte entweder zu meiden, ganz aus dem Adressbuch zu entfernen oder die Beziehung zu intensivieren. Dazu schlägt die App gleich das nächste Treffen vor und schreibt die passende Textnachricht praktischerweise auch schon einmal vor.

Ob wir mit so einer App eine sinnvolle Unterstützung erhalten, um vielleicht wirklich schwarz auf weiß gezeigt zu bekommen wer uns gut tut und wer nicht oder ob wir nun den Rest unserer Sozialkompetenz in die Hände der Technik abgeben, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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