Die Postbank beginnt gerade zusammen mit dem E-Payment-Dienstleister Worldline einen Pilotversuch für eine Mobile-Payment-Lösung. Diese Lösung basiert auf dem HCE-Verfahren (host card emulation) und soll mit allen Karten-Terminals mit Visa payWave funktionieren.

Aktuell können nur ausgewählte Postbank-Mitarbeiter dieses Bezahlverfahren nutzen, der Breiteneinsatz ist nach dem 6-monatigen Pilotversuch bereits zum Ende des Jahres geplant.

NFC Mobile Payment – Quelle: Worldline

Als technische Voraussetzung für den Endanwender wird lediglich ein aktuelles Android-Smartphone mit NFC-Funktion benötigt. Das System soll auch ohne Internet-Verbindung funktionsfähig sein, da ein Teil der benötigten Daten auf dem Smartphone gespeichert werden.

HCE
Die HCE-Technologie emuliert das Secure Element, welches normalerweise ein abgetrennter Bereich auf der SIM-Karte des Smartphones darstellt. Dies bedeutet, man ist für mobile Payment nicht mehr auf eine SIM-Karte angewiesen um eine sichere Transaktion auszuführen. Dies ebnet den Weg für kleinere Geräte wie z.B. Wearables die keine eigene SIM-Karte haben.

Ob der Pilot der Postbank erfolgreich verläuft, wird sich dann spätestens Ende des Jahres zeigen. Einen Nachteil sehe ich auf jeden Fall darin, dass ein NFC-fähiges Gerät benötigt wird. Die Smartphones von Apple scheiden aber schon aufgrund des fehlenden Android-Betriebssystems aus.

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Von | 2017-07-06T11:30:02+00:00 3. Juni 2015|Mobile Payments|1 Kommentar

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Michael Merkel
Teamleiter IT-Basis und IT-Sicherheit bei der Volksbank Bühl | Staatl. gepr. Informatiker

Ein Kommentar

  1. Marc 3. Juni 2015 um 8:55 Uhr

    interne Tests von 6 Monaten für ein eigentlich fertiges Produkt sind zu lange.
    Hier sollten 2 Monate ausreichen, mit einer anschließenden offenen Beta

    Android-Geräte haben Großteils schon länger NFC inkludiert, andere können per Sticker entsprechend „nachgerüstet“ werden.

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