Kurz notiert: Mobile Payment und die unverstandenen Kunden

Veröffentlicht von Thomas Hochfeld / 17. Juni 2015 / / 1 Kommentar

In diesem Blog haben wir schon über viele Startups berichtet, die sich dem Thema Mobile Payment angenommen haben. Als jüngstes Beispiel ist hier sogar die Stadt Berlin genannt. Denn diese möchte mit ihrer Mobile-Payment-Initiative „NFC City Berlin“ zur NFC-Zahlungshauptstadt aufsteigen. In dieser Initiative,  die auch die großen Handelsketten miteinbezieht, mischen alle deutschen Mobilfunkbetreiber mit. So wurden insgesamt über 2.000 Terminals in 500 Geschäften auf NFC umgerüstet. Um auf Kundenseite bezahlen zu können, bietet jeder Mobilfunkbetreiber seine eigene Wallet-App zum Download. Sollte ein Kunde kein NFC-fähiges Smartphone besitzen, stellen die Betreiber NFC-Sticker zur Verfügung. Um das Ganze in Gang zu bringen, erhält jeder Kunde der bis zum 14. Juni 2015 erstmalig mit seinem Smartphone bezahlt eine Gutschrift über 10 € von seinem Mobilfunkanbieters. Jetzt müssen es die Kunden nur noch annehmen.

Und da bin auch ich persönlich mittlerweile ziemlich skeptisch und bei meinen Recherchen auf einen interessanten Artikel von Mobilbranche.de gestoßen, der sich mit dem Thema äußerst kritisch auseinandersetzt. Der Titel: „Mobile Payment: Der Drops ist gelutscht.“
In dem Beitrag wird die These aufgestellt, dass sich außer Apple Pay und Android Pay kein Mobile Payment Anbieter ernsthaft durchsetzen wird.
„Dem bisherigem Misserfolg mobiler Bezahlverfahren liegt ein einfacher Denkfehler zu Grunde: Mobile Payment ist kein Produkt.“ (Quelle: Mobilbranche.de)
Apple Pay, sowie Android Pay sind Bestandteile der jeweiligen Betriebssysteme. Es muss keine neue App geladen, kein komplizierter Registrierungsprozess angestoßen werden. Diesen Artikel möchte ich Ihnen nicht vorenthalten und habe ihn gleich hier verlinkt.

Direkt zum Artikel auf Mobilebranche.de

Sehen Sie Chancen für andere Mobile-Payment-Anbieter den Kunden für sich zu gewinnen, dem Thema den Durchbruch zu verschaffen oder stimmen Sie dem Autor des Artikels auf Mobilbranche.de zu? Ihre Meinung würde mich interessieren! Nutzen Sie dafür einfach unsere Kommentarfunktion.

Kommentare

Ein Kommentar

  • Stefan Gebhardt
    18. Juni 2015 bei 11:37

    Grundsätzlich sehe ich auch für die Hardwarehersteller die besten Chancen für das Mobile Payment. Sie können die Lösungen direkt in die Hardware integrieren und werden auch agressiv den Kunden darauf hinweisen. Schaltet man sein iPhone in den Einstellungen auf das US-Gebiet um, bekommt man ziemlich schnell an verschiedenen Stellen den Hinweis, wie einfach doch eine Teilnahme am Payment ist und ob man nicht teilhaben möchte.

    Es gibt aber mehrere entscheidende Faktoren bei dem Erfolg eines Systems:
    – die möglichst flächendeckende Bereitstellung an den Bezahlstellen
    – eine schnelle Abwicklung beim Bezahlen – ähnlich schnell, wie das Herüberreichen eines Geldscheins
    – eine relativ einfache Partizipation des Kunden an dem System

    Apple, Google, Microsoft und Co. haben dazu ganz gute Chancen. Gerade bei der Bereitstellung bei den Händlern werden diese Giganten einen Schwerpunkt setzen – das hat man bei der Einführung von Apple Pay in den US gesehen.

    Aber auch alternative Anbieter können nach meiner Meinung durchaus eine Rolle spielen. Payback will jetzt auch Bezahlfunktionen anbieten. Die Flächendeckung bei den Händlern ist groß und bei den Kunden auch. Auch die Einstiegshürde ist relativ gering (App herunterladen und mit den bekannten Zugangsdaten anmelden – ggf. noch Bezahlverfahren hinterlegen).

    Selbst im Verhältnis kleine Anbieter können scheinbar ein Bezahlverfahren einfach etablieren. Ich bin immer wieder erstaunt, wie häufig man doch z.B. bei Starbucks Menschen mit dem Handy bezahlen sieht und wie einfach dies auch ist. Langfristig werden sich die Nischensysteme aber zu Lasten eines der großen Anbieten überholen.

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