Onlinebanking per Emojis

Veröffentlicht von Maik Jost / 6. Juli 2015 / / 0 Kommentare

Ein Bild – oder besser ein Bildschriftzeichen – sagt mehr als tausend Worte. Das muss sich auch der Erfinder Shigetaka Kurita aus Japan in den 90er Jahren gedacht haben, als er die sogenannten „Emojis“ ins Leben rief. Heute erfreuen sich die kleinen Bildzeichen mehr denn je an Beliebtheit. Aber was haben diese lustigen Bildchen, Formen und Gesichter mit Onlinebanking zu tun?

Das britische Unternehmen Intelligent Environments ersetzt mit Hilfe ihres Systems die Pin-Eingabe als 4-stellige Zahlenfolge durch ein Emojis-Passcode:

Der Emoji-Passcode zielt in erster Linie auf die jüngeren Generationen ab. Für sie soll es eine zeitgemäße, intuitive und einprägsamere Methode darstellen, sich im Onlinebanking anzumelden. „Mit Hilfe von Emotionen und Bildern ist es leichter sich gewisse Dinge zu merken“, sagt Tony Buzan (Erfinder der Mind Mapping-Methode) im Video.

Insgesamt stehen dem Nutzer bei Intelligent Environments 44 Emojis zur Auswahl. Das System bietet somit ca. 3,7 Millionen verschiedene Eingabemöglichkeiten. Da Menschen bekanntlich zur Gewohnheit neigen und möglichweise vermehrt beliebte Emojis verwenden werden, bleibt abzuwarten, ob dieses System tatsächlich sicherer ist als die herkömmlichen Verfahren.

Ich persönlich finde das Thema mit den Emojis sehr interessant. Mittlerweile gibt es schon eigene Übersetzungsprogramme, die es Ungeübten erleichtern, kurze Emoji-Nachrichten über verschiedenste Netzwerke und Messanger zu versenden. Unter Jugendlichen entsteht mit Hilfe der kleinen Bildzeichen sogar ein eigene Sprache. Ob man jüngeren Generationen damit tatsächlich einen Mehrwert für das Onlinebanking bietet, ist trotzdem schwierig zu sagen. Mit den biometrischen Sicherheitsverfahren gibt es auf jeden Fall noch weitere Alternativen, die vor allem noch einen stärkeren Fokus auf das Thema Sicherheit legen.

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