Mobile Money 2020 in Deutschland (Visastudie)

Veröffentlicht von Meike Boj / 11. November 2015 / / 0 Kommentare

Mobilgeräte beginnen Bargeld und Kartenzahlungen zu ersetzen. Nach den Einschätzungen von Visa Europa werden sich bis ins Jahr 2020 Mobile-Payment-Transaktionen verdoppeln und der Umsatz sogar verdreifachen. Das folgende Video zeigt einige der interessanten Ergebnisse der aktuellen VISA Studie:

Und wie steht es um Mobile Money in Deutschland?

Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass in Deutschland das Interesse momentan noch etwas geringer ist als im europäischen Vergleich, aber ebenfalls schon deutlich ausgeprägt. Jeder vierte Deutsche geht davon aus, dass er im Jahr 2020 mindestens einmal pro Woche mit ihrem Smartphone, Tablet oder Laptop bezahlen wird. 12 Prozent der Konsumenten erwarten, dass sie ihr Smartphone in fünf Jahren sogar täglich zum Bezahlen einsetzen werden. Aktuell liegt diese Zahl bei 6 Prozent. Deutsche Verbraucher schätzen dabei, dass sie in fünf Jahren einen wöchentlichen Betrag von 33 Euro mobil bezahlen werden – das sind 65 Prozent mehr als heute. Weitere 25 Prozent gehen sogar davon aus über 55 Euro pro Woche mit einem mobilen Endgerät auszugeben. Das Gesamtvolumen des mobilen Paymentmarktes in Deutschland wird auf Basis der Studienergebnisse im Jahr 2020 auf über 1,7 Milliarden Euro pro Woche geschätzt.

Darüber hinaus belegt die Untersuchung, dass eine steigende Anzahl von deutschen Verbrauchern neue digitale Bezahlmethoden akzeptieren und nutzen will. Grundvoraussetzung: Digitales Bezahlen muss für den Konsumenten einfach und bequem anzuwenden sein. Bereits heute haben 37 Prozent der Verbraucher Interesse an mobilen Wallets. Vier von zehn Deutschen würden beim Essengehen gerne kontaktlos mit einem Mobilgerät bezahlen. Bei den täglichen Einkäufen in Geschäften ist es sogar fast jeder zweite (43 Prozent). Dabei wollen 42 Prozent der Deutschen am liebsten auf eine App ihrer Hausbank zurückgreifen. Dieses Ergebnis deckt sich mit der Ende Februar 2015 veröffentlichen Studie „Digitale Revolution im Retail-Banking“ von Roland Berger. Ein daraus gewonnenes Ergebnis zeigt, dass deutsche Bankkunden digital-affin und offen für Innovationen sind. Aus Kundensicht besitzen Banken einen deutlichen Vertrauensvorteil bei mobile Banking und mobile Payment gegenüber anderen Anbietern. Dies wird durch folgendes Ergebnis noch zusätzlich unterstrichen:  Im Vergleich zu traditionellen Bankkunden haben die sogenannten „Mobile-Money“-User ein beinahe fünfmal so hohes Interesse daran, ihren Freunden Geld über eine App zu schicken  (32 Prozent gegenüber 7 Prozent).

Bei der Frage nach den wichtigsten Bedenken gegenüber dem mobilen Bezahlen geben 31 Prozent der befragten Deutschen an, bisher nicht ausreichend über mobile Bezahlangebote informiert zu sein. „Wir registrieren in Deutschland ein steigendes Verbraucherinteresse nach schnelleren und noch benutzerfreundlicheren Bezahlmöglichkeiten. Das ist der Grund, weshalb Visa Europe mehr als 200 Millionen Euro pro Jahr in die Entwicklung neuer Zahlungstechnologien investiert. Dazu zählt unter anderem die Token-Technologie, die es Anbietern digitaler Bezahlangebote ermöglicht, Sicherheit und gleichzeitig Benutzerfreundlichkeit zu gewährleisten. Es ist wichtig, dass Verbrauchern die Hintergründe und Funktionsweisen verständlich gemacht werden. Sie sehen dann schnell die Vorteile benutzerfreundlicher Technologien“, so Volker Koppe.

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