Netzfundstücke: Biometrie zur Legitimation

Veröffentlicht von Thomas Hochfeld / 24. November 2015 / Innovationen / 0 Kommentare

CitiGroup testen Geldautomaten mit Iris-Scanner.

Die Firma Diebold geht mit ihrer neuen Generation an Geldautomaten einen spannenden Weg. Im Gegensatz zu den klassischen Geldautomaten fehlen hier sowohl Display und Pin-Pad, als auch Karteneinschub. Zum Geld abheben benötigt der Kunde zwingend ein Smartphone mit entsprechender App. Ähnlich wie bei dem VR-MobileCash-Verfahren der Volksbanken Raiffeisenbanken gibt der Kunde den Betrag und die gewünschte Stückelung am Smartphone ein. Danach unterscheidet sich allerdings der weitere Ablauf. Statt Eingabe einer PIN erfolgt die Autorisierung wahlweise per QR-Code oder Iris-Scanner. Sicherheitsrisiken wie das Abgreifen der PIN-Nummer oder Kartenskimming sollen so der Vergangenheit angehören. Mit maximal 10 Sekunden bis zur Auszahlung soll der Vorgang auch deutlich schneller als bei klassischen Geldautomaten sein.

 

geldautomat
Copyright: „Irving“-Geldautomat von Diebold

Biometrische Onlinebezahlung mit MasterCard

Zur Betrugsprävention bei Zahlungen im Internet testet der Kreditkarten-Anbieter MasterCard mehrere neue Verfahren zur Authentifizierung. Bei der „Selfie“-Authentifizierung muss sich der Nutzer dabei eine eigene „Bezahl-App“ laden. Diese dient zur Abwicklung aller Transaktionen. Die Idee dahinter: Der Kunde hinterlegt ein „Selfie“-Foto bei der Ersteinrichtung. Bei einem Bezahlvorgang wird er dann aufgefordert ein neues „Selfie“ zu machen. Das System prüft im Hintergrund die Übereinstimmung und legitimiert somit den Vorgang. Ob sich dieses Verfahren durchsetzen bzw. Akzeptanz finden kann, wird sich bei Einführung Mitte 2016 in den USA und 2017 weltweit zeigen müssen.
Außerdem arbeitet MasterCard noch an verschiedenen anderen biometrischen Verfahren, sei es die Stimmerkennung, Herzschlagmessung über ein Armband (z.B. AppleWatch) oder analog des oben genannten Geldautomaten, mit einem Iris Scan.

Fazit:
Beide Pilotprojekte besitzen ein oder mehrere integrierte biometrische Verfahren zur Legitimation. Grundsätzlich ist es begrüßenswert in diese Richtung zu forschen und neue Arten der Legitimation zu testen. Wichtig wird es sein, den Schutz der eigenen Daten zu gewährleisten. Aber ob diese regelmäßigen Scans, gerade am Geldautomaten, oder auch an der App per Foto positiv von den Kunden aufgenommen und somit akzeptiert werden, das wird erst die Zukunft zeigen.

 

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