iBeacons bei Banken – Was hat sich bisher getan?

Veröffentlicht von Michael Merkel / 9. Februar 2016 / , , / 0 Kommentare

Es sind nun schon fast 3 Jahre vergangen seit Apple die iBeacon-Technologie eingeführt hat. Die kleinen Mini-Funksender, die nicht größer als eine Streichholzschachtel sind, können zu vielen Zwecken genutzt werden. Zum Beispiel werden sie im Einzelhandel eingesetzt um standortbezogene Angebote auf den Smartphones der Kunden anzuzeigen: wenn der Kunde gerade vor dem Schaufenster eine Jacke ansieht, könnte er direkt auf seinem Smartphone ein passendes Angebot dazu erhalten. Ein weiteres Beispiel könnte die Kundenansprache direkt beim Betreten der Bank oder schon kurz vorher sein. Dies bedeutet, dass der Kunde auf aktuelle Angebote hingewiesen wird; zusätzlich könnte der jeweilige Kundenberater automatisch eine Information erhalten, dass der Kunde XY in der Nähe ist.

Das Ganze funktioniert natürlich nur, wenn der Kunde die passende App auf dem Smartphone installiert und das die Bluetooth-Verbindung aktiviert hat.

Ich habe mich mal umgeschaut und versucht herauszufinden ob es schon Banken gibt, die diese Technologie bereits einsetzen. Drei Banken sind mir hier aufgefallen:

St. George Bank in Australien

Die Australische Bank führte schon erste Tests mit iBeacons im Jahre 2014 durch. Die Beacons sollen genutzt werden um eine Willkommens-Nachricht auf dem Smartphone anzuzeigen und maßgeschneiderte Angebote zur Verfügung zu stellen.

App St. George Bank (Quelle: computerworld.com.au)

Barclays

Auch die britische Bank hat sehr früh mit den ersten Tests der Technologie begonnen. Ziel ist es, den Kunden eine App zu bieten, in sie schon vor Betreten der Filiale ihre Beratungswünsche hinterlegen können. Sobald der Kunde dann die Bank betritt erhält der jeweilige Bankberater (der sich im Idealfall vorab schon mit den Wünschen des Kunden auseinander gesetzt hat) automatisch eine Information.

Berliner Bank

Die Berliner Bank arbeitet mit dem Verbraucherportal barcoo zusammen. Genutzt werden die Bluetooth-Sender hier um auf Aktionen und Veranstaltungen hinzuweisen.

Vermutlich sind iBeacons deshalb noch nicht so verbreitet weil diese nur Sinn machen wenn man sie in bereits vorhandene Apps des jeweiligen Instituts integriert. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Kunde auch erreicht wird. Dies ist aber gleichzeitig mit sehr hohen Entwicklungskosten verbunden. Die Alternative zur Entwicklung einer eigenen iBeacon-App wäre die Nutzung einer bestehenden App wie z.b. barcoo. Als Nachteil ist hier natürlich der eingeschränkte Funktionsumfang zu nennen, der mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so angepasst werden kann wie bei einer eigens entwickelten Applikation.

Alles in allem ist diese Technik sehr spannend insbesondere in der Zukunft wenn es immer schwieriger wird mit den Kunden persönlich in Kontakt zu treten. Kennen Sie weitere Banken, die diese Technik bereits einsetzen?

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