Kann man in Sachen mobile Payment von Starbucks lernen?

Veröffentlicht von Kristina Zink / 11. Mai 2016 / , / 0 Kommentare

Starbucks will das erreichen, was weder Apple, Google, Paypal oder Amazon  bisher geschafft hat. Die Kaffeehauskette möchte mobile Payments zu einem Durchbruch in der breiten Bevölkerung verhelfen. Starbucks hat in Amerika mehr als 19 Millionen aktive Smartphone-App-Nutzer. Mittlerweile werden ca. 21 % der Transaktionen des Kaffeehauses mobil getätigt. In den 300 meist besuchten Stores machen zu Spitzenzeiten mobile Bestellungen und Bezahlungen 20% der Transaktionen aus.

Im Dezember 2014 wurde in Portland mobiles Zahlen und Bestellen erstmals in einem der Starbucksshops eingeführt. Das Transaktionsvolumen für mobile Zahlungen in diesem Store erhöhte sich von März 2015 zu März 2016 um 150%. Im Vergleich dazu werden im amerikanischen Einzelhandel nur ca. 2,1% der Transaktionen mobil abgewickelt. In Deutschland gibt es für mobiles Bezahlen heute noch kaum Nutzer, nur ca. 2 Euro bezahlt ein Bundesbürger im Schnitt pro Jahr mit seinem Smartphone. Hauptsächlicher Grund dafür sind die Sicherheitsbedenken der Nutzer.Seit Mitte April  bietet  das Kaffeehaus die neuste Version seiner App an ,nach nur einer Woche hatten bereits 80% der Starbucks-App-Nutzer, das Neuste Update der App auf ihrem Smartphone installiert.

Wie schafft es Starbucks mit seiner App so erfolgreich zu sein?

Zum einem verkauft Starbucks mit seinem Kaffee ein Produkt das süchtig nach Koffein macht. Außerdem besuchen jeden Tag  fast die gleichen Kunden einen Laden.Der ausschlaggebende Faktor ist jedoch die Starbucks-App selbst, die weit mehr als nur eine mobiles Bestell- und Bezahlverfahren ist. Das Belohnungsprogramm, welches in die App integriert ist, belohnt den Kunden bei jedem Einkauf mit einem Stern. Diese Sterne kann der Kunde,wie bei anderen Kundenbindungsprogrammen auch,  sammeln und gegen unterschiedliche Prämien eintauschen.

So erhöht Starbucks damit das Interesse und die Akzeptanz für seine mobile Bezahllösung und gleichzeitig werden die Kunden weiter an das Unternehmen gebunden. Loyalität und Gewohnheiten der Kunden können genutzt werden um die Akzeptanz der eigenen mobilen Payment-Lösung zu erhöhen. Auch Payback, Deutschlands größtes Kundenbindungsprogramm, will ab Ende Mai mobile Zahlungen ermöglichen. Mit der Smartphone-App können Kunden Punkte sammeln, Belohnungen einlösen und mobil bezahlen.

In Deutschland nutzen bisher wenige mobile Payments. Nichtsdestotrotz darf dieser Trend nicht aus den Augen verloren werden, denn die Nutzerzahlen für mobile Payment  können sich schnell erhöhen. In Dänemark wurde dieses Jahr der Bargeldannahmezwang für Tankstellen und Restaurants aufgehoben. Dies führt zu einer Abschaffung des Bargeldes als Zahlungsmittel und bedarf daher anderen Alternativen wie mobile Payments.

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