Fileee – Die digitale Archivierungslösung

Veröffentlicht von Thomas Hochfeld / 27. Mai 2016 / Allgemein / 1 Kommentar

Empfinden Sie auch so viel Freude wie ich, Eingangsrechnungen und neue Versicherungsbedingungen in Ordner abzuheften und einzusortieren? Und wenn man dann mal etwas benötigt, trotzdem danach zu suchen ? Amazon macht vor, dass es auch anders geht. Dort kann man seine Bestellungen durchsuchen und auf die Rechnungen als PDF zuzugreifen. Insbesondere wer schon einmal einen Garantiefall hatte, weiß das zu schätzen. Leider ist dies in Zeiten zunehmender Digitalisierung immer noch eine Ausnahme.

Das Startup Fileee nimmt sich dieser Problematik an und bietet die Möglichkeit Dokumente via Smartphone „einzuscannen“. Im Gegensatz zu Lösungen wie Dropscan, bei dem man seine Unterlagen zur Digitalisierung direkt an das Unternehmen schickt, setzt Fileee analog Scanbot auf das Abfotografieren via Smartphone. Die Besonderheit von Fileee, neben der obligatorischen App, ist aber die „Fileeebox“. Diese erfüllt gleich zwei Zwecke. Sie hilft dabei die Dokumente mit dem Smartphone sauber abzufotografieren, dient aber gleichzeitig auch als Ablagebox. Sollte man zum Beispiel später auf ein Originaldokument zugreifen müssen, sagt einem die App genau, wo sich das Dokument in der jeweiligen Ablagebox befindet. Obligatorisch weist das Startup natürlich darauf hin, dass die Datenhoheit beim Kunden liegt und die Speicherung auf deutschen Servern erfolgt.

Für mich stellt sich nun die Frage, warum wir Banken für unsere Kunden nicht auch so eine Dienstleistung für die Kunden zugänglich machen. In der „analogen“ Welt bieten wir mit unseren Schließfächern schon seit Jahrzehnten genau dies an und genießen dort ja auch das Vertrauen der Kunden. Man könnte eine eigene Cloud-Lösung anbieten, bei der Kunden analog dem Schließfach kostenpflichtigen Speicherplatz für Daten, Dokumente, etc. nutzen können, und dies zusätzlich mit einem Digitalisierungsservice verknüpfen. Ob jetzt zentral wie Dropscan oder via Smartphone App wie Fileee oder Scanbot. Denn schon heute digitalisieren wir als Bank unsere Verträge mit extra angeschafften Scannern und Programmen prüfungssicher (Stichwort: FCMS). Diejenigen Kunden, die nicht bereit sind, ihre Daten Unternehmen wie Amazon, Apple oder einem neuen Startup anzuvertrauen, könnte man hier einen sicheren Hafen anbieten. Die Deutsche Post hat dies auch erkannt und bietet schon seit einiger Zeit Cloud Lösungen für Endkunden an. Mit dem nötigen Know-How beim Thema Datensicherheit/-schutz und dem Vertrauen der Kunden in die Sicherheit der Banken-Infrastruktur könnten wir hier ein neues Geschäfts-/ Ertragsfeld erschließen und die Kundenbindung steigern.

Kommentare

Ein Kommentar

  • tobias.dur
    27. Mai 2016 bei 14:34

    Dies hätte mit einer Aufwartung des eTresors im Online-Banking ja eine großartige Lösung sein können.
    Also mit der Cloud waren wir ja schonmal recht weit, aber mangels Expertise von Mitarbeitern und Unwissenheit von Kunden kann sich daraus kein flächendeckendes System entwickeln…

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