Dyme – Texten und Sparen

Veröffentlicht von Anja Gempler / 13. Juni 2016 / App / 0 Kommentare

Dyme – klingt irgendwie nach einem Schoko-Karamell-Riegel. Ist aber was ganz anderes 🙂

An der Finovate Fall 2015 stellte das US-amerikanische Fintech Dyme.co seine Text-App vor, mit der das Sparen ganz einfach werden soll – gerade für junge konsumfreudige Menschen.

Der Antrieb für diese Idee war die Einsicht der Gründer, dass sich viele Menschen vor ihren Finanzen regelrecht fürchten. Sie denken kurzfristig, nicht langfristig und planen nicht voraus. Vor allem amerikanische Millenials sind der Kurzfristigkeit verfallen. Sie geben mehr aus als sie einnehmen und lassen sich vom schnellen Konsum verführen. Fast ein Drittel von ihnen hat nicht einmal einen Sparvertrag.

Dyme will Konsumenten zu Sparern machen. Wie? Indem es über einen Textmessaging-Dienst das Sparen vereinfacht. Texting deshalb, weil es unserem Zeitgeist entspricht. Schon wenn wir uns nur in unserem Umfeld umschauen, sehen wir, dass immer weniger telefoniert wird. Das meiste wird durch Whats App oder andere Texting-Apps geregelt. Freunde, Familie, Bekannte – alle texten.

So wie Impulskäufe vonstatten gehen, will Dyme das Impuls-Sparen fördern. Indem es einfach und intuitiv zu bedienen ist. Es richtet sich an die recht breite Zielgruppe der 18- bis 40-Jährigen.

Und wie funktioniert’s?

Dyme ist kostenlos und funktioniert mit jeglicher existierender Bankverbindung.
Der Nutzer lädt sich in seinem Store die App und registriert sich einmalig.

Quelle: http://dyme.co

Nach der Anmeldung wird er nach seinem Sparziel inkl. Sparbetrag gefragt – ob z.B. ein neues Fahrrad oder ein MacBook.

Quelle: http://dyme.co

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Der Spaßfaktor entsteht durch die Wahl der Dyme „Voice“: Ob motivierender 80er Jahre Aerobic Instructor oder nervtötende Eltern. Für einen gesparten Betrag, erhält der Nutzer eine passende Ansage.

In diesem Beispiel wurde „terrible parent“ ausgewählt. Die Bestätigung erfolgt, wie es nunmal ein nerviges Elternteil tun würde. 🙂

Quelle: http://dyme.co

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Der Nutzer spart Geld, indem er „Save“ und den Betrag textet. „Save 2“ bedeutet, dass 2$ gespart werden sollen.

Quelle:

Quelle: http://dyme.co

Mit dem Text „Status“ erhält der Nutzer den aktuellen Status seines Sparbetrages.

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Quelle: http://dyme.co

Außerdem gibt Dyme Impulse und mit DymeTime kann sich der Nutzer zweimal wöchentlich ans Sparen erinnern lassen.

Quelle: http://dyme.co

Quelle: http://dyme.co

Anbei ein Pitch von Dyme:

Zudem hat Dyme einen Prototypen eines Finanz-Facebook-Messenger-Bots entwickelt. Dieser funktioniert genau wie die Texting-App. Ich habe es mal ausprobiert:

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Quelle: https://www.facebook.com/FirstAmericanTest

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Quelle: https://www.facebook.com/FirstAmericanTest

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Quelle: https://www.facebook.com/FirstAmericanTest

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Quelle: https://www.facebook.com/FirstAmericanTest

Quelle: https://www.facebook.com/FirstAmericanTest

Quelle: https://www.facebook.com/FirstAmericanTest

Generell finde ich die Idee, per Messaging zu sparen, nicht schlecht. Sicher etwas gewöhnungsbedürftig im ersten Moment, aber letztendlich auch nichts anderes, wie wir es in unserem Alltag mit den unterschiedlichsten Themen tun. Ich frage Termine beispielsweise immer öfter über Facebook an, wenn der Dienstleister eine Seite führt, statt anzurufen. Texting gehört mittlerweile zur gängigen Art der Kommunikation. Warum sonst werden Chats z.B. auch auf Webseiten vermehrt eingesetzt – einfach, flexibel, schnell. Ob als Support-Leistung oder eben zum Sparen. Ich finde die Idee von Dyme erwähnenswert.

Was meinen Sie dazu? Glauben Sie diese Idee setzt sich durch?
Und mal unabhängig von einer Sparfunktion – sollten Banken Textchats standardmäßig einsetzen?

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