Yomo

Veröffentlicht von Ramona Westermann / 9. September 2016 / , , / 0 Kommentare

Vor kurzem hat meine Kollegin Anja Gempler über die Lösung mobile-only berichtet. In ihrem Blogbeitrag ging es unter anderem darüber, dass die Spanier Mobile-Banking gegenüber viel aufgeschlossener sind, als wir Deutschen. Darüber hinaus hat sie in ihrem Blogbeitrag in Frage gestellt, ob es zukünftig notwendig sein wird auch für Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen mobile-only Banken zu gründen.

imaginBank – ist mobile-only der Schlüssel?

Bisher erwarten deutsche Bankkunden von ihrer Bank, dass die Bank die entsprechenden Vertriebskanäle anbietet, welche sie nutzen wollen.

Laut Statista nimmt die Nutzung des Online-Bankings ständig zu. In folgender Statistik ist die Nutzung der unterschiedlichen Vertriebskanäle ersichtlich.

statistik
Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/388054/umfrage/vertriebskanaele-von-banken-nach-nutzung-durch-kunden/

 

Die offene Frage von Anja Gempler, kann ein Stückweit durch die Gründung einer „Smartphone-Bank“ namens Yomo von den Sparkassen beantwortet werden.

Yomo bedeutet ausgeschrieben „your money“ und ist ein Projekt der Sparkassen zur Gründung einer Art „Smartphone-Bank“. Entwickelt wird Yomo von der Hamburger Firma Star Finanz, die schon Sparkassen-Apps hervorgebracht hat. Yomo soll spätestens im Herbst starten. Als Zielgruppe werden Junge Leute zwischen 18 und 35 definiert.

Yomo soll zunächst aus einer Girokonto-App und einer Karte bestehen. Die Sparkassen werben mit einer schnellen Kontoeröffnung und der Möglichkeit, schnell Geld zwischen Personen zu transferieren. Die genaueren Details, z.B. ob Yomo mit einer eigener Kreditkarte eingesetzt werden kann, sind noch unklar. Ungewiss ist auch, ob das Girokonto kostenlos angeboten wird. Yomo soll als eigenständiges Produkt überregional platziert werden und unabhängig von den Sparkassen auftreten. Die „Smartphone-Bank“ wird nur von wenigen Großsparkassen gestartet. Durch ein Lizenzverfahren sollen zukünftig alle anderen Sparkassen auch Yomo anbieten können.

Yomo ist die Antwort für Nutzer, die ausschließlich die digitalen Vertriebswege suchen. Sie benötigen keine Bankfiliale, sie wollen schnelle Lösungen, ihr Konto ist das Smartphone. Auf die Welt des Online- und Mobile Bankings haben sich die regional verwurzelte Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen bereits eingestellt. Inwieweit sich bei diesen Banken mobile-only Banken in der Zukunft durchsetzen werden, ist fraglich. Yomo ist auf alle Fälle der Startschuss hierfür.

Number26 ist ein Beispiel einer mobile-only Bank. In 8 Minuten kann ein Konto eröffnet werden. Bei allen Geldautomaten oder bei allen CASH26 Partnerfilialen kann der Kunde Geld einbezahlen oder abheben. Jede Kontobewegung wird ihm sofort angezeigt. Der PIN kann in der App geändert werden. Die Karte kann dort ebenfalls gesperrt oder neu bestellt werden. Bisher kann der Kunde auch einen Dispositionskredit nutzen. Kredite und Versicherungen sollen zukünftig ebenfalls angeboten werden.

Inwieweit sich Yomo weiterentwickeln wird und ob es mit den Angeboten und Dienstleitungen von Number26 mithalten oder gleichziehen kann, bleibt abzuwarten. Anfangs wird der Yomokunde nur ausgewählte Dienstleistungen über die Plattform abwickeln können und dennoch die Bankfiliale weiterhin nutzen. Wie es aber in Zukunft aussehen wird, ist ungewiss.

 

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