All in One – Die Betaversion der neuen Curve-Mastercard

Veröffentlicht von Kristina Zink / 16. Oktober 2016 / , , / 0 Kommentare

Dass es eine neue Kreditkarte geben soll, um mehr Ordnung im Geldbeutel zu schaffen, ist schon seit Februar 2016 klar.
Der Gedanke, mehrere Karten durch eine zu ersetzen und so mehr Übersichtlichkeit zu schaffen, ist nicht neu. Mit Coin, einem Start Up aus Amerika ist dies bereits schon möglich. Jedoch nur auf dem amerikanischen Markt, denn für den europäischen Raum sind diese Anbieter scheinbar zu spät. Das britische Start-Up Curve startet bereits jetzt mit seiner Lösung, der All-in-one-Karte, in die Beta-Phase.

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Wie funktioniert’s?

Mittels einer Smartphone-App werden die verschiedenen Karten verwaltet. Zunächst werden die Karten in der App hinterlegt. Via App kann dann beim Bezahlvorgang ausgewählt werden, mit welcher Kreditkarte bezahlt werden soll. An der Kasse nutzt man nur noch die Curve-Mastercard. Beim Bezahlprozess selbst ist somit nur diese Karte sichtbar. Anschließend wird die Karte belastet, die innerhalb der App zuvor ausgewählt wurde. Mit der Curve kann man online und offline bezahlen, in den meisten Währungen sogar kostenfrei. Auch die Nutzung verschiedener Währungen ist möglich, jedoch müssen hierbei genau wie beim Abheben von Geld an einem Geldautomaten mit der Curve-Kreditkarte Gebühren bezahlt werden. Mit der Cuve Mastercard kann in einem Geschäft, das eigentlich nur Mastercard-Kreditkarten annimmt mit einer Visa-Kreditkarte bezahlt werden, da die Curve selbst eine Mastercard ist.

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Test-Phase :
Die neue Kreditkarte befindet sich bisher noch im Anfangsstadium und kann nur in England bestellt werden. Lieferungen nach Deutschland sind möglich, jedoch mit einer langen Wartezeit verbunden. Einmal in der App aktiviert, können beliebig viele Kreditkarten hinzugefügt oder gelöscht werden. Zu Beginn war eine Kooperation mit American Express angedacht, so dass auch American Express Kreditkarten hinterlegt werden können. Dies ist jetzt nicht mehr möglich.
Auch ein Bonusprogramm soll mit der Curve verbunden werden. Kunden haben so die Chance, sich für verschiedene Aktionen mit Treuepunkten belohnen zu lassen. Jedoch ist das Rewards-Programm bisher nur auf Freundschaftswerbung beschränkt.

Fazit:
Der Gedanke mehr Übersichtlichkeit und Ordnung in der Geldbörse zu schaffen ist sicherlich für viele interessant. Die Curve ist allerdings ein Produkt, das leider nicht mit der Giro-Card kompatibel ist, gerade dieser Punkt wäre  für den deutschen Markt sehr nützlich. Auch Prepaid-Kreditkarten können bei der Curve-Kreditkarte nicht hinterlegt werden. Daher ist der Nutzen, vor allem für Kunden die nur eine Kreditkarte haben, stark eingeschränkt. Für den deutschen Markt wäre es sicherlich der größte Vorteil, wenn nicht nur Kreditkarten sondern auch Girocard mittels einer Karte verknüpft werden könnten. Eine echte Chance auf mehr Ordnung in deutschen Geldbörsen wäre so möglich.

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