3D-Druck + Bank = ?

Veröffentlicht von Anja Gempler / 29. Oktober 2016 / / 0 Kommentare

Vor Kurzem hatten wir beim Bühler Wirtschaftsforum die Gelegenheit, den Worten von Jeremy Abbett, Innovationstreiber bei Google, zu lauschen. Er verkündete unter anderem die Trends der nächsten Jahre. Darunter: der 3D-Druck.

Die Industrie 4.0 wird eingeläutet. 3D-Drucker können dabei schon lange nicht mehr nur Kunststoff in dreidimensionale Kunstwerke verwandeln. Auch Keramik, Metall und flüssiges Kunstharz sind Druckstoffe. Und gedruckt werden nicht nur Kleinteile wie Schrauben, Aufsätze oder Werkzeug. Boeing und das Oak Ridge National Laboratory haben bereits eine Bohr- und Schneideschablone gedruckt, die derzeit als das größte 3D-gedruckte Teil der Welt gilt. Auch Airbus arbeitet an Konzepten für den Flugzeugbau der Zukunft und tüftelt fleißig im Bereich 3D-Druck. Artikel dazu finden Sie beispielsweise unter golem.de.

Ob Möbel, Bauteile, Schmuck oder Pizza – bereits Realität. Und in den kommenden Jahren wird uns noch viel mehr erwarten. Wird in Zukunft in jedem Haushalt ein 3D-Drucker stehen? Der Pizzaverkäufer um die Ecke druckt unsere Pizza zu Mittag einfach aus und fehlende Kleinteile im Haushalt holen wir nicht mehr im Baumarkt nebenan, sondern lassen sie direkt Zuhause für wenig Geld einfach aus dem Drucker.

Wie auch Roboter wird der 3D-Druck unser Leben in naher Zukunft leichter machen, aber auch Veränderungen mit sich bringen, die nicht für jeden von Vorteil sind. Sofern er sich nicht früh genug damit auseinandersetzt.

Bereits vor einiger Zeit haben wir uns näher mit diesem Thema beschäftigt. Nach einigen Recherchen haben wir uns dann dazu entschieden, einen 3D-Drucker anzuschaffen. Eine wirklich beeindruckende Technologie, wie wir hautnah feststellen dürfen. Selbst einfache Dinge wie ein Smartphone-Halter oder ein Visitenkarten-Ständer haben uns und unsere Kollegen in Staunen versetzt. Mit welcher Präzision bereits in geringster Qualitätseinstellung unsere Vorlagen zu 3D-Modellen werden.

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Aber was haben wir als Bank mit 3D-Druck zu tun. Noch können Girokonten nicht aus dem Drucker gelassen werden, oder?

Zum einen haben wir den Drucker an unserer internen Hausmesse zum Einsatz gebracht. Diese Messe stand unter dem Stern der Digitalisierung. Mit diesem Format wollten wir allen unseren Mitarbeitern – ob Markt, Betriebsbereich oder Auszubildende – die Digitalisierungsthemen, die uns beschäftigen, näher bringen, Berührungsängste abbauen und eine Plattform für den Austausch mit den hausinternen Experten schaffen. Darunter eben auch Themen wie Virtual Reality und der 3D-Druck.

Zum anderen wollen wir den Drucker in nächster Zeit vereinzelt im Bereich Firmenkunden einsetzen. Als Finanzdienstleister des Vertrauens und regional verwurzeltes Unternehmen sehen wir uns unter anderem in der Verantwortung, unseren Firmenkunden zu zeigen, dass wir am Puls der Zeit arbeiten und kommende Veränderungen kennen und verstehen. So können wir eventuell den ein oder anderen noch mehr für diese Technologie sensibilisieren oder unsere Position als Partner des Vertrauens weiter stärken, da wir Interesse und Kenntnisse zu Themen zeigen, die einige unsere Firmenkunden in naher Zukunft treffen werden.

Wir sind davon überzeugt, dass es immer wichtiger wird, über die eigenen Pfade hinaus vernetzt zu denken und sich auch mit Dingen zu beschäftigen, die im ersten Moment nichts mit dem eigenen Job oder der eigenen Branche zu tun haben. Nur so kann mit dem hohen Entwicklungstempo annähernd Schritt gehalten werden. Dazu muss aber auch das Unternehmen einen Rahmen schaffen, in dem zielgerichtet ausprobiert und kreativ gedacht werden darf. Werden kreative Freiräume zu sehr eingeschränkt, dann bewegt man sich langfristig auf der Stelle.

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