Ki auf dem Vormarsch

Veröffentlicht von Michael Merkel / 5. Januar 2017 / , / 0 Kommentare

Man liest immer häufiger etwas über sie, die zwei Buchstaben, die über großes Potenzial verfügen sollen. Sie sollen bereits jetzt die Welt revolutionieren. Die Rede ist von Künstlicher Intelligenz (KI), überall wird sie eingesetzt. Autos fahren autonom ohne jegliche Hilfe des Fahrers, kleine Lautsprecher hören aufmerksam zu und antworten auf Fragen die man ihnen stellt, auch Smartphones lassen sich mittlerweile fast vollständig mittels Sprache bedienen. Hinter all diesen Funktionen steckt künstliche Intelligenz, ganze Hallen voller Server, die nahezu in Echtzeit riesige Datenmengen verarbeiten und an alle Arten von Endgeräten liefern.

Auch Banken und Versicherungsgesellschaften experimentieren bereits mit KI. So gibt es erste Ansätze für intelligente Chatbots (Artikel zum Thema Chatbots), die mehr als nur vordefinierte Antworten liefern können. Durch maschinelles Lernen werden die Bots immer menschlicher und liefern immer bessere Ergebnisse. Interessant wird es dann, wenn sich Chatbots zum Beispiel auch an vergangene Gespräche mit dem gleichen Kunden erinnern können und diese vergangenen Gespräche mit in die Entscheidungen miteinbeziehen können. Dies könnte neben einer raschen Bearbeitung einen wirklichen Mehrwert für den Kunden bieten.

Ein weiteres Beispiel für die Nutzung von künstlicher Intelligenz sind die Predictive Analytics (Übersetzt: Vorhersageanalytik). Die Polizei verschiedener Länder nutzt bereits Systeme, die eine Vorhersage treffen können in welchem Bereich die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs am höchsten ist. Diese Methode der Analyse könnte es auch Banken ermöglichen, den Kunden viel besser einzuschätzen und zu beraten. Mit Hilfe der Umsätze lässt sich z.B. die Lebenssituation und der Bedarf des Kunden viel besser ableiten. So wäre es möglich optimal passende Vorschläge zur Optimierung der finanziellen Lage des Kunden zu machen.

Doch während manche Banken sich noch mit „einfachen Chatbots“ auseinander setzen, geht eine Versicherung in Japan nun deutlich radikalere Wege. Die Fukoku Life Insurance möchte mit Hilfe von IBM Watson einen Teil seiner Mitarbeiter ersetzen. IBM Watson soll Verträge der Versicherten prüfen und verhindern, dass zuviel Geld ausbezahlt wird. Hierdurch soll bis März 2017 ein Viertel der 130 Mitarbeiter, die bisher die Verträge geprüft haben, eingespart werden.

Hier ein Werbevideo von IBM zu Watson:

Ob die Rechnung der Japanischen Versicherung aufgeht und dadurch ein Viertel der 130 Mitarbeiter eingespart werden können sei dahingestellt. Sicher ist allerdings, dass das Thema KI immer mehr genutzt wird um Prozesse zu automatisieren. Fakt ist aber auch, dass es nicht ausreicht diese Systeme einmalig mit Inhalten zu füttern. Nur wenn der Algorithmus immer wieder mit neuen Mustern, Erkenntnissen und Daten befüllt wird, können die Ergebnisse, die er liefert, verbessert werden. Dies erfordert jede Menge Vorarbeit und Know-How. Die Finanzbranche wird also auch in Zukunft nicht nur aus Robotern, Algorithmen und Computersystemen bestehen 😉

 

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