In den kommenden Jahren wird das Internet mit unserer Umwelt verschmelzen. Eine Welt aus vernetzten Alltagsgegenständen, intelligenten Sensoren, autonomen Maschinen und überall verfügbarer Computerleistung entsteht. Im Netz der Zukunft sind Menschen, Dingen und Maschinen mit anderen Menschen, Dingen und Maschinen verbunden Es entsteht ein „Internet of Everything“ – mit tiefgreifenden Auswirkungen.

Sehr spannend und passend zu dieser neuen Welt finde ich die Vision des unsichtbaren Bankings namens „EVA“ (Enlightened Virtual Assistant) von KPMG:

Als virtueller Assistent kombiniert EVA künstliche Intelligenz mit fortgeschrittener Datenanalyse, Cloudtechnologie, Spracherkennung und Verifizierung. Offene Schnittstellen erlauben dem Assistenten sich mit Smartphones oder Wearables zu verbinden, um so dem Nutzer rund um die Uhr und an jedem Ort zur Verfügung zu stehen. EVA integriert sich als „unsichtbare Bank der Zukunft“ nahtlos in einen digital vernetzten Lebensstil. Banking-App´s und Co sind dabei längst Geschichte. Der Zugang zu Geld und Finanztransaktionen ist mit anderen Aspekten des täglichen Lebens wie Gesundheit, Zeitmanagement oder Freizeit verwoben.

Sehr interessant finde ich die weiteren Ausführungen zu Vision von KPMG, wonach sich eine Bank bis zum Jahr 2030 aus drei Schichten zusammensetzen wird: Plattform, Produkt und Prozesse.

Die Plattform, also das Kundeninterface, wird wahrscheinlich von großen weltweiten Playern wie Google oder Apple betrieben. Banken werden ihre Aktivitäten auf die Produktschicht (bspw. Bürgschaften oder Verwahrung von Vermögen) konzentrieren. Die Prozessschicht werden Finanzinstitute sehr wahrscheinlich an Outsourcingfirmen, Fintechs oder Branchengiganten wie Visa, die schneller neue bequeme und vereinfachte Nutzererlebnisse schaffen, verlieren.

KPMG sieht der Zukunft von Finanzinstituten mit Sorge entgegen: „Finanzinstituten wird es sehr viel Schmerzen bereiten unsere Vision zu erreichen. Derzeit investieren Technologieunternehmen 10-20 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Bei Banken sind es hingegen nur ein bis zwei Prozent. Für Institute unter fünf Prozent Eigenkapitalrendite wird es schwer die notwendigen Änderungen aus eigenen Ressourcen kurz- bis mittelfristig zu meistern. Sie müssen es aber, wenn sie für ihre Kunden und im Markt relevant bleiben wollen.“

Wie auch immer die Zukunft genau aussehen mag, einen virtuellen Bankingassistenten kann ich mir persönlich sehr gut vorstellen.

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Von | 2017-01-22T20:54:55+00:00 23. Januar 2017|Digitale Transformation|0 Kommentare

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Meike Boj
Teamleiterin InnovationsWerkstatt Von ♥ Genossenschaftlerin, die die Zukunft mit Ideen und Innovationen besser machen will MBA | Karrierepreisgewinner | Mutter | Optimist :)

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