Das Internet der Dinge beeinflusst bereits heute wie wir leben und arbeiten. In fast jedem Gesellschaftsbereich gibt es spannende technische Entwicklungen. Von der Smart City, in der schlaue Straßenlaternen nicht nur WLAN spenden, sondern zeitgleich CO2-Werte messen und als Notrufsäule fungieren, bis hin zu Tele-Operationen, mit denen Ärzte aus den USA chirurgische Eingriffe in Europa per ferngesteuertem Roboter vornehmen können. Neben RFID-Chips, Bluetooth, WLAN und der Cloud liefern Sensoren die Grundlage für diese Entwicklung

Im Finanzsektor gibt es ebenfalls zahlreiche Beispiele, wie Sensoren das Banking verändern. Aktuell sorgt MasterCard für die neuste Entwicklung: Nach Stimmerkennung und „Selfie-Pay“ kommt nun der Fingerabdrucksensor direkt auf der Karte. Diese Bezahlart wurde bereits erfolgreich in Südafrika getestet. So erfolgreich, dass MasterCard das neue System Ende 2017 bereits im Rest der Welt einführen will.

Der Fingerabdruck-Abgleich ist nicht die erste ausgefallene Idee von MasterCard. Mit der Einführung von „Selfie-Pay“ machte die Kreditkartengesellschaft bereits 2016 von sich reden. So profitieren die Karteninhaber seither von deutlich schnelleren digitalen Einkaufserlebnissen und gleichzeitig mehr Sicherheit, indem sie ihre Onlineeinkäufe per Selfie verifizieren.

Andere Unternehmen aus der Finanzbranche haben ebenfalls neue Verfahren entwickelt. So auch das britische Bankhaus Barclays, das mittels Sensor den Blutfluss des Kunden in seinem Finger misst, ihn dadurch erkennt und somit die Zahlung größerer Summen freigibt. Ein weiteres Beispiel liefert die britische Atom Bank, die ihren Kunden das Log-In mittels Gesichtserkennung ermöglicht. Des Weiteren testet die Halifax Bank als erstes europäisches Geldinstitut ein Armband, das die Herzschläge seines Trägers misst, um ihn dadurch als Kunden zu authentifizieren.

In Deutschland arbeitet die Deutsche Bank an einem neuen Verfahren. Künftig soll schon durch das Smartphone erkannt werden, ob auch wirklich der Kontoinhaber das Gerät in Händen hält. Rund 50 Faktoren gehen laut Deutsche Bank in die Prüfung ein: Wo befindet sich der Kunde gerade, in welcher Hand hält er das Gerät, wie fest drückt er auf den Bildschirm und stimmen die Fingerabdrücke überein. Auch Stimme und Gesichtserkennung können zur Identifizierung herangezogen werden.

Die Entwicklungen sind zahlreich und vielseitig. Laut einer Studie von Roland Berger verdoppelt sich der Absatz intelligenter Sensoren von 2015 bis 2020 auf 30 Milliarden Stück. „Alles wird zum Sensor“ oder sogar noch mehr? In den kommenden Jahren wird das Internet mittels Technologien wie Chips, Sensoren, künstlicher Intelligenz, etc. mit unserer Umwelt verschmelzen und etwas unerhört Neues hervorbringen.

 

Quellen:

http://newsroom.mastercard.com/eu/press-releases/mastercard-makes-fingerprint-and-selfie-payment-technology-a-reality/

https://newsroom.mastercard.com/press-releases/thumbs-up-mastercard-unveils-next-generation-biometric-card/

http://www.newsroom.barclays.co.uk/r/3236/barclays_launches_iportal__a_single_point_of_access_for

https://www.atombank.co.uk/blog/2015/11/why-is-atom-using-biometrics

https://www.rolandberger.com/de/press/Absatz-intelligenter-Sensoren-verdoppelt-sich-von-2015-bis-2020-auf-30-Milliarde.html

Bildquelle: http://press24.net/news/3351124/sensor-auf-der-karte-mit-der-mastercard-kannst-du-bald-per-fingerabdruck-bezahlen

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Von | 2017-06-08T17:05:30+00:00 6. Juni 2017|Innovationen|0 Kommentare

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Meike Boj
Teamleiterin InnovationsWerkstatt Von ♥ Genossenschaftlerin, die die Zukunft mit Ideen und Innovationen besser machen will MBA | Karrierepreisgewinner | Mutter | Optimist :)

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