New Work – fast schon ein Modebegriff der für viel Unruhe und teilweise auch Aufregung in den Unternehmen sorgt. Grob gesagt, versteht sich darunter die Arbeitswelt von morgen. Oder zumindest die Vorstellung davon, wie Arbeitsplätze in Zukunft aussehen könnten bzw. wie sie schon in manchen Unternehmen aussehen. Der Begriff umfasst selbstverständlich weit mehr als nur neue Büromöbel und Räumlichkeiten. Auch die Arbeitszeitmodelle oder Home-Office-Konzepte werden oft mit der „neuen Arbeitswelt“ in Verbindung gebracht. Unter anderem umfasst er Merkmale wie z.B.:

-> Großraumbüro
-> ortsunabhängiges Arbeiten
-> Wohlfühlatmosphäre
-> Zeitliche Flexibilität
-> Die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit

-> Räume oder Bereiche, die die Kreativität fördern
-> Ruheräume zum Entspannen oder ungestörten Arbeiten

-> …

Viele Unternehmen konzipieren bereits ihre neuen Büroräume nach diesen Merkmalen oder haben bereits einzelne Elemente daraus im Einsatz. Doch was sind die Merkmale der einzelnen Generationen in der neuen Arbeitswelt und welche Generation könnte überhaupt Interesse an einer solchen neuen Arbeitswelt haben?

Hier eine Übersicht mit einigen Merkmalen und Werten, die der jeweiligen Generation zuzuschreiben sind:

Die Generation Y (nach 1980 geborene) und die Generation Z (nach 1995 geboren) sind die Generationen, die den Arbeitsmarkt maßgeblich verändern werden. So liest man es zumindest immer wieder in verschiedenen Artikeln zum Thema neue Arbeitswelt. Vergleicht man jedoch die Merkmale der beiden Generationen, so stellt man schnell fest, dass einiges, was die Generation Y fordert, die Generation danach nicht als wichtig empfindet. So fordern z.B. die Millenials noch flexibles Arbeiten, das orts- und zeitunabhängig ist. Die Generation Z wiederum möchte eher klare Strukturen und eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit. Ein flexibles Arbeitszeitmodell, wie es mittlerweile viele Unternehmen anbieten (z.B. Vertrauensarbeitszeit), wird vermutlich bei der Generation, die nach 1995 geboren ist, ebenfalls nicht auf Begeisterung stoßen.

Hier stellt sich die Frage, wie schafft es ein Unternehmen, für die verschiedenen Generationen mit teils gegensätzlichen Werten und Merkmalen ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen?

Meiner Meinung nach sollte es möglich sein, eine Arbeitswelt zu schaffen, die auch für die Generation Z interessant und attraktiv ist. Allerdings sollte man es mit dem Thema Flexibilität nicht übertreiben, um die Generation Z nicht mit zu viel Offenheit wie z.B. Hot Desking (Mitarbeiter suchen sich jeden Tag einen neuen Schreibtisch) oder Reduktion der insgesamt verfügbaren Arbeitsplätze und dem damit verbundenen Zwang zum Home Office, abzuschrecken. Denn der Jahrgang ab 1995 möchte Struktur und klare Trennung, weniger die Verschmelzung von Arbeits- und Privatleben. Denn nur so lässt sich das Privatleben gut planen.

In Punkto Atmosphäre dürfte es hier weniger Probleme zwischen den einzelnen Jahrgängen geben. Die Generation Z legt hier sehr viel Wert auf Wohlfühlfaktoren, da sie einen nicht unerheblichen Teil ihres Lebens mit Arbeiten verbringt. Von den anderen Generationen mal ganz abgesehen, die sich vermutlich ebenfalls an einem Wohlfühlambiente nicht stören würden, auch wenn hier diese Faktoren einen nicht ganz so hohen Stellenwert besitzen wie bei den Jüngsten.

Unterm Strich dürfte es möglich sein, sich als attraktiver Arbeitgeber für alle Generationen aufzustellen. Aus meiner Sicht sollte man sich aber nicht zu stark auf eine Generation fixieren, sondern auch die nächsten im Blick behalten, denn letztendlich wird die Belegschaft eines Unternehmens nicht nur aus einer Generation, sondern immer aus mehreren bestehen.

Quellen: Stuttgarter Nachrichten , www.absolventa.de

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Von |2018-12-12T09:45:22+00:0012. Dezember 2018|New Work|0 Kommentare

About the Author:

Michael Merkel
Abteilungsleiter IT-Basis und IT-Sicherheit bei der Volksbank Bühl | Staatl. gepr. Informatiker

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